/* */
16. O-SEE Challenge

16. O-SEE Challenge: ein Interview mit Dr. Klaus „Benno“ Schwager – Mr. O-SEE

Vom 19. bis 21. Angst 2016 fand die 16. O-SEE Challenge im Naturpark Zittauer Gebirge statt. Rund 1.200 Cross Triathlon-Athleten aus 23 Nationen nahmen daran teil. Der Veranstalter O-SEE Sports e.V. richtete zudem in diesem Jahr die XTERRA European Championships aus und konnte sich darüber hinaus erneut über rege Beteiligung von Athleten aus der Region an den volkssportlichen O-SEE-Wettkämpfen erfreuen. Während am Samstag die Profis und erwachsenen Volkssportler die Schwimm-, Mountainbike- und Laufstrecke durch den Naturpark Zittauer Gebirge absolvierten, gingen am Sonntag fast 200 Kinder an den Start und zeigten, was sie von den Großen gelernt haben. Mit einem bunten Rahmenprogramm u.a. mit der O-SEE Expo, einem Kinder- und Familienbereich sowie einer BMX-Show von Chris Böhm und der legendären Abschlussparty O-SEE After Race, war es für die zahlreich angereisten Zuschauer auch abseits der sportlichen Wettkämpfe ein spannendes Wochenende. Dr. Klaus „Benno“ Schwager – Mr. O-SEE stellt sich uns auch dieses Jahr als Cheforganisator der O-SEE Challenge und Vorstandsmitglied des O-SEE Sports e.V. unseren Fragen:

1. Für alle die noch nie etwas von der O-SEE Challenge gehört haben: Was ist die O-SEE Challenge in drei kurzen Schlagworten auf den Punkt gebracht?

– Kult,
– Riesenevent für die Region,
– die wohl beste Cross-Triathlon-Veranstaltung Europas.

2. Die O-SEE Challenge wurde erstmals im Jahr 2000 veranstaltet. Was hat sich strukturell und inhaltlich in den letzten 16 Jahren verändert?

„Außer dem Spirit des Events (sportliche Verbindung von Olbersdorfer SEE und Zittauer Gebirge) und der Location des Events (Naturpark Zittauer Gebirge mit O-SEE) eigentlich alles. Aus einem klitzekleinen Spaßwettkampf ist die größte Cross Triathlon-Veranstaltung Europas mit 5 Einzelwettkämpfen, aufwändiger Ausstattung und Festivalcharakter entstanden. Die O-SEE Challenge ist inzwischen ein Markenzeichen des Naturparks, insbesondere natürlich für Olbersdorf als Ausrichtergemeinde, geworden.“

3. Was macht auch nach 16 Jahren noch den Reiz aus, so ein Event auf die Beine zu stellen?

„Es ist der Reiz, die Veranstaltung immer wieder und aufs Neue zu perfektionieren, und das Konzept stetig weiterzuentwickeln. Das Ziel ist dabei, die Attraktivitätt des Events für Athleten und Zuschauer gleichermaßen zu erhöhen. Die Freude am Erfolg und die Anerkennung für das Geleistete durch Athleten und Zuschauer ist für alle im Team sicherlich auch ein wichtiges Motiv. Aber wir haben bei all dem Stress auch selbst viel Spaß bei der Vorbereitung und Durchführung des Spektakels. Das über die Jahre gewachsene Team ist eine derart verschworene Gemeinschaft – die O-SEE Family – da will man auch nicht mehr weg.“

4. Was sind im Vorfeld und auch während des Events die größten Herausforderungen?

„Die Finanzierung sicherzustellen und die Einbindung aller kommunaler Partner in das Projekt O-SEE Challenge zu gewährleisten.“

5. Was waren die schönsten Momente der diesjährigen O-SEE Challenge? Was bleibt auf jeden Fall in Erinnerung?

„Der Zieleinlauf des schwer sehbehinderten Athleten Jose Ballosteros mit seinem Guide nach fast 6 Stunden Wettkampfzeit unter dem Beifall der vielen Zuschauer war Gänsehaut pur. In Erinnerung bleibt auch die Eröffnung mit fast 200 geladenen Gästen und vielen Athleten. Aber auch die After Race Party mit all den ausgelassenen Sportlern aus der ganzen Welt – das war spektakulär, das war Rock´n Roll.“

6. Wer organisiert das Event und wie läuft das ab? 

Die Organisation der O-SEE Challenge realisiert ein Organisationsteam innerhalb des O-SEE Sports e.V. Das sind 25 ehrenamtlich Tätige, die sich ganzjährig mit der Planung und Vorbereitung des Events beschäftigen. Das Team ist klar strukturiert und funktioniert als Zentrum eines riesigen Netzwerkes mit mehreren hundert Partnern. Obwohl viele Abläufe inzwischen routiniert sind, gibt es monatliche Treffen um Dinge abzustimmen, Neuerung zu diskutieren, Probleme zu lösen etc. Ab Mai werden dann schrittweise die zahlreichen Helfer in die Vorbereitung eingebunden und 14 Tage vor dem Event beginnt quasi für alle eine Art Ausnahmezustand – der O-SEE Mode. Dieser dauert bis eine Woche nach dem Event und endet mit einer großen Helferparty, wo nochmal die Veranstaltung Revue passiert wird. Danach beginnt für den strategisch arbeitenden Kern des Teams bereits wieder die Sponsorenarbeit für das neue Event.

 7. Zahlreiche Athleten nehmen jedes Jahr teil, was können aus deiner Sicht Gründe dafür sein?

Die O-SEE genießt Kultstatus in der Szene, europaweit – spätestens nach der ITU Cross Triathlon Weltmeisterschaft 2014 durchaus auch in Übersee. Es hat sich herumgesprochen, dass die Veranstaltung top organisiert ist und man relativ viel fürs Geld geboten bekommt. Aber ein ganz wichtiger Grund ist auch, dass sich jeder, der einmal hier war, der O-SEE Family zugehörig fühlt und unbedingt wieder kommen möchte. Es sind wirklich viele „Wiederholungstäter“ dabei, teilweise von weit angereist. Nicht zuletzt sind die Wettkampfstrecken für Cross-Triathleten wirklich sehr attraktiv und das Flair, geprägt durch den Olbersdorfer See und das Zittauer Gebirge, passt einfach.

8. Wird es eine 17. O-SEE Challenge geben?

„Natürlich. Die nächste O-SEE Challenge findet vom 18. bis 20. August 2017 statt.“

TMGS-Bloggerin Susann

  Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.