Volle Konzentration: Erik Börner auf Stage 5

Rasant, steil, anspruchsvoll: Mad Enduro 2017

von Tim Kablau

Schnelle Abfahrten, kurze knackige Anstiege – und das alles auf fahrtechnisch anspruchsvollen Trails, die auf Sicht gefahren werden müssen. Dies sind die wichtigsten Zutaten für das Erfolgskonzept der Mad Enduro.

Mad Enduro: Start in Altenberg

Quelle: Tim Kablau - BikeacademyErzgebirge

Als „die Wiege des Enduro-Mountainbike-Sports in Deutschland“, so bezeichnen die Veranstalter stolz ihr Rennformat, das sie 2009 erstmals in Altenberg durchgeführt haben. Waren es ursprünglich 18 Starter, wuchs die Zahl der Teilnehmer jährlich rasant. Seitdem führt der Mad East Challange e.V., ein Verein der aus 50 Mitgliedern besteht, jedes Jahr das erfolgreiche Mountainbike-Enduro-Rennen durch. Dabei wird der Verein von über 100 ehrenamtlichen Helfern unterstützt, die aus den freiwilligen Feuerwehren und anderen Vereinen rund um Altenberg kommen.

Traditionsgemäß am letzten Juni-Wochenende, nahmen über 160 Sportler an diesem besonderen Rennen teil. Auf sieben Wertungsprüfungen, die ausschließlich bergab angelegt waren, mussten die Fahrer Ausdauer, Fahrkönnen und auch Mut beweisen, denn sie führten über die technisch anspruchsvollen Trails im Osterzgebirge. Dabei wurde die Fahrzeit in den jeweiligen Wertungsprüfungen gemessen und am Ende addiert. Die zeitneutralen Transferetappen zwischen den einzelnen Stages gingen dabei nicht in die Wertung ein. Unter den Fahrern waren dieses Jahr auch Erik Börner und Mirjam Kuhn.

Mad Enduro: Erik Börner auf Stage 2

Quelle: Tim Kablau - BikeacademyErzgebirge

Erik Börner aus Wünschendorf nahm nun schon zum vierten Mal an der Veranstaltung teil. Der 27-jährige ist Tourquide bei BIKEacademy Erzgebirge und führt mindestens sechsmal im Jahr Enduro-Touren auf den Miriquidi-Trails um Lengefeld. An der Mad Enduro liebt er die abwechslungsreichen Strecken und freut sich deshalb jedes Jahr aufs Neue über die bestens organisierte Veranstaltung und das familiäre Flair.

Mad Enduro: Mirjam Kuhn auf Stage 2

Quelle: Tim Kablau - BikeacademyErzgebirge

Zum ersten Mal hingegen war Mirjam Kuhn aus Jößnitz, einem Stadtteil von Plauen, bei dem Rennen dabei. Die vielseitige Mountainbikern, die ursprünglich aus dem Cross Country Bereich stammt, bestreitet nun auch erfolgreich Enduro- und Downhillrennen. Für die 19-jährige war der gute Ruf des Rennformats ein Grund, weshalb sie in diesem Jahr unbedingt an der Mad Enduro teilnehmen wollte.

Nach der Fahrereinweisung in Altenberg und einer kurzen Transferetappe zur ersten Wertungsprüfung ging es für die beiden Mountainbiker auch gleich ordentlich zur Sache. Die erste Stage führte entlang der Bobbahn in Altenberg. Das technisch anspruchsvolle Terrain sorgte bei Erik zu einem ersten kleinen Sturz, jedoch konnte er ohne größeren Zeitverlust, und glücklicherweise unverletzt, weiterfahren. Mirjam hingegen kam gut durch die erste Stage.

Für die beiden ging es nun weiter zur zweiten Stage bei Oberbärenburg. Die technisch nicht sonderlich anspruchsvolle Strecke hatte es durch einige Engstellen und den langen Endsprint, bei dem auf einem von Wurzeln bedeckten Waldweg alles gegeben werden musste, trotzdem in sich.

Mad Enduro: Mirjam Kuhn auf Stage 3

Quelle: Tim Kablau - BikeacademyErzgebirge

An der Tellkoppe bei Kipsdorf begann nun die dritte Stage. Diese war die längste Abfahrt des Tages und Mirjams und Eriks Lieblingswertungsprüfung. Vor allem der Flow auf der schnellen Strecke bereitete beiden unglaublich viel Spaß. Für Erik war es außerdem gewohnter Untergrund, so wie er ihn bei auf seinen Hausstrecke den Miriquidi-Trails um Lengefeld kennt.

Mad Enduro: Erik Börner auf Stage 3

Quelle: Tim Kablau - BikeacademyErzgebirge

Am Skihang in Hermsdorf konnten beide nun den Lift nutzen, um an den Start der vierten und der fünften Wertungsprüfung zu gelangen. Die zwei Strecken, die mit einigen Sprüngen, Holzelementen und vielen Wiesenkurven versehen waren, sorgten bei beiden für ein Grinsen im Gesicht. Erik kam jedoch im letzten engen Waldstück der fünften Stage ins Straucheln und verlor wertvolle Zeit.

Mirjam Kuhn auf Stage 4

Quelle: Tim Kablau - BikeacademyErzgebirge

Weiter ging es nun zu Stage sechs. Hier führte der Trail zuerst über griffigen und weichen Nadelwaldboden, bevor er auf einem ausgefahrenen Waldweg endete.

Allmählich schwanden bei Mirjam und Erik die Kräfte. Die letzte Transferetappe Richtung Skihang Altenberg wollte einfach nicht enden. Nach einer kurzen Verschnaufpause folgte der krönende Abschluss. Die letzte Wertungsprüfung ging durch das wurzelige Nadelwaldgebiet beim Skilift Altenberg und endete mit der wohl verdienten Zieleinfahrt auf dem Eventgelände.

Wurzeliges Nadelwaldgebiet beim Skilift Altenberg: Erik Börner auf Stage 6

Quelle: Tim Kablau - BikeacademyErzgebirge

Beide waren glücklich, ohne schlimme Stürze, Defekte und mit viel Spaß im Ziel angekommen zu sein. Der Zusammenhalt unter den Fahrern, der Reiz, dass die Strecken auf Sicht und ohne vorheriges Training absolviert werden mussten und die überaus freundlichen Helfer sorgten dafür, dass Mirjam und Erik nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein werden.

Erik wollte das Rennen mit einem Platz im vordersten Drittel abschließen. Mit dem 53. Platz war er vollkommen zufrieden. Bei den Männern siegte am Ende André Kleindienst vor Florian Schmidt auf dem zweiten und Petrik Brückner auf dem dritten Platz.

Mirjam hingegen hatte sich das Ziel gesetzt vor allem mit Spaß und ohne Druck am Rennen teilzunehmen. Für sie war der Sieg bei den Frauen am Ende der krönende Abschluss dieses tollen Rennens. Hinter ihr folgten auf dem zweiten Platz Franziska Nehl und auf dem dritten Platz Ana Molinari.

Weitere Fotos und Informationen.

 

Marco Hoesel
Marco Hoesel

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