Cospudener See Hafen Leipzig

Radel-Spaß an 7 Seen: Aktiv im Leipziger Neuseenland

Endlich Frühling! Es grünt und blüht in allen erdenklichen Farben, die Vögel zwitzschern und die Sonne strahlt warm vom blauen Himmel. Das erste richtig frühlingshafte Wochenende in diesem Jahr war perfekt, um sich auf das Rad zu schwingen: Auf ins Leipziger Neuseenland!

Schon lange freute ich mich darauf wieder auf eine Radtour zu den Seen, nur zu welchem sollte es heute gehen? Ganze sieben Seen findet man rund um Leipzig – da fällt die Wahl nicht leicht. Zusammen mit einer Freundin entscheiden wir uns für eine Kombination aus dem Cospudener und Markkleeberger See, denn an letzterem war ich bisher noch nie.

Durch den Auenwald zum Cospudener See

So radeln wir von der Südvorstadt, ab Höhe der Galopprennbahn, durch den über Nacht ergrünten Auenwald. In der Luft hängt der intensive Duft von Bärlauch, den man hier pflücken kann. Auf diesem Weg zuerst in Richtung “Cossi” sind wir in guter Gesellschaft, es ist ganz schön viel los auf der Strecke. Aber die Sonne scheint und wohin man schaut, fröhliche Gesichter. Oder sind das vielleicht die Frühlingsgefühle?

Eichenallee und Tor zum Kees'schen ParkFoto: M. Decker

Wir treten etwas kräftiger in die Pedalen und fahren durch den Kees’schen Park mit seiner einladenden Eichenallee und dem weißen alten Eingangstor. Am Cospudener See biegen wir nach links ab und fahren parallel zum See. Das letzte Mal war ich genau auf der anderen Seite des Cospudener See’s unterwegs, um auf den Aussichtsturm „Bistumshöhe“ zu steigen – ein Highlight am See, dass ihr nicht verpassen solltet.

Heute ist hier richtig was los: Am Strand aalen sich die Sonnenanbeter, auf dem Wasser sind Windsurfer und Segler unterwegs. Es weht ein leichter Wind. Perfekt zum Segeln, wie mir meine Freundin erklärt, die gestern Abend bei ihrem Segeltörn eben jenen vermisste. Bereits an diesem See bieten sich euch mehrere Möglichkeiten für eine Pause an – am Wegesrand stehen kleine Eiswagen und viele nette Lokalitäten am Nordstrand oder Cospudener Hafen laden zum Verweilen ein.

Cospudener See LeipzigFoto: M. Decker

Wir verlassen den See allerdings kurz vor dem Golfplatz, und fahren über den Abendweg auf die Seenallee. Fast 4 km führen nun an der Straße entlang…

Vom Cospudener zum Markleeberger See

Blick auf den Markleeberger See in LeipzigFoto: M. Decker

Die Ankunft am Markleeberger See entschädigt uns für das kurze Straßenstück. In der späten Nachmittagssonne schimmert der See in den schönsten Blautönen. Doch wohin nun? Der künstlich angelegte See erscheint für eine Total-Umrundung für unsere Zeit zu groß – wir müssen ja noch zurück. Eine Pause einlegen an einer der vielen kleinen Buchten? Oder den Sandstränden des Sees?

Uns ist es hier etwas zu voll, weshalb wir beschließen, kurzerhand entlang der Seenpromenade bis zum Kanu-Park Markleeberg zu radeln. Dort gönnen wir uns auf der Terasse des Cafés eine kalte Eisschokoalde und beobachten die Versuche der Wildwasser-Rafting Gruppen, den Stromschnellen auszuweichen. Wer Lust hat, kann sich neben den üblichen Rafting-Booten auch mit einem Kajak in die Stromschnellen wagen. Ich bekomme richtig Lust drauf, dass im Sommer einmal auszuprobieren!

Wildwasser-Rafting im Kanupark am Markleeberger SeeFoto: M. Decker

Aber was hat der Markleeberger See sonst noch zu bieten? Neben dem Kanu-Park, könnt ihr neben den üblichen Wassersportarten wie Segeln oder Windsurfen zum Beispiel im Kletterpark mit Panorama-Ausblick eure (Höhen-)Grenzen ausloten. Oder ihr lasst euch gemütlich auf der MS Störmthal bis zum Störmtahler See schippern. Die Möglichkeiten sind vielfältig!

Wir jedoch genießen das Eis und den schönen Tag. Mittlerweile ist es Abend geworden. Die Wasseranlage steht still. Und die Sonne geht langsam unter… Aufbruchstimmung! Wir halten noch einmal kurz an der hübschen Seenpromenade. Ich entdecke das Plakat, dass für die anstehende “7-Seen-Wanderung” wirbt, an der ich gern teilgenommen hätte. Eine Wanderung wäre auch einmal wieder schön, vor allem, um einen der Seen von einer anderen Seite als dem Fahrrad kennenzulernen. Eine tolle Aktion!

Am Strand-Café Markleeberger SeeFoto: M. Decker

Wer nun noch Lust auf ein Glas Wein oder ein kühles Bier in der untergehenden Abendsonne hat, dem empfehle ich das Strand-Café oder die Weinbeißerei. Vor uns liegen nun noch weitere 11 Kilometer Rückweg. Diesmal fahren wir auf direktem Wege zurück durch die Stadt, immer entlang der Straßenbahnlinie 11. Ich merke die Anstrengung in meinen müden Beinen. Insgesamt haben wir ca. 25 Kilometer zurückgelegt.

Ich würde euch empfehlen, viel Zeit einzuplanen. Die Strecke lohnt sich für eine Halb- oder Ganztagestour und verleiht .

Habt ihr jetzt auch Lust auf Wasser und See bekommen? – Dann Trekkingschuhe an und mitmachen! Alle sieben Seen könnt ihr am Wochenende zur 7-Seen-Wanderung kennenlernen! 

Mandy Decker
Mandy Decker

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