Kurort Oybin im Zittauer Gebirge

Triathlon auf romantische Art

Natürlich kann man das Zittauer Gebirge richtig sportlich erleben – wie beim jährlichen Cross-Triathlon-Event am Olbersdorfer See. Muss man aber nicht.

Genuss in der Natur

Das Ziel der Lauf-Etappe haben wir schon beim Frühstück auf der Hotelterrasse fest im Blick: 514 Meter hoch ragt der Oybin malerisch aus der Landschaft. Der Sandstein strahlt gelblich in der Sonne und der Wald verspricht Schatten trotz Sommerhitze. Noch einen letzten Kaffee und dann: Rucksack auf und los!

Kaum liegen die Hauptstraße des Bilderbuch-Örtchens Oybin und ein paar Dutzend Treppenstufen hinter uns, lockt schon die erste Pause in der Bergkirche, die sich hier seit 1734 an den Felsen schmiegt und innen farbenfroh im Barockstil ausgestaltet ist. Doch zum ersten Triathlon-Etappenziel liegen noch ein paar Höhenmeter vor uns – und die sagenhafte Ritterschlucht. Nur wenig Sonne fällt in die bemooste Felsspalte und ein Ritter mit Pferd dürfte es hier ziemlich schwer gehabt haben. Heute steht das Burgtor offen und eine Zeitreise ins Mittelalter beginnt, als die Ruinen noch Kaiserburg und Kloster waren und die Geschicke der ganzen Region prägten. Nach einem romantischen Picknick führt der Weg durch den malerischen Hausgrund retour, vorbei an bizarren Felsen und einem Forellenteich. Aus der Ferne tönt das Pfeifen der Schmalspurbahn.

Vorwärts auf zwei Rädern

Wie es der Triathlon erfordert, absolvierten wir die zweite Teilstrecke auf zwei Rädern. Zwei sportliche Trekking-Bikes kommen auf den gut ausgebauten Waldwegen ebenso gut klar wie auf Asphalt und von beidem gibt es zwischen Oybin und Olbersdorf genug. Zu bergig wird es dabei nicht zwingend, es sei denn man schwingt sich mit dem Mountainbike auf die wirklich knackige X-Terra-Wettkampfstrecke. Das können wir uns heute gut verkneifen und rollen über den „Armesünderweg“ nach Bertsdorf, der einst aus den Strafgeldern ertappter Holzdiebe finanziert wurde. Von dort folgen wir dem Wegweiser nach Jonsdorf, wo uns ein Abstecher in die Tropen erwartet. Tatsächlich entführt das Schmetterlingshaus die Besucher in schwüle Hitze voller schillernder Farben: Überall flattern bunte Falter und Schmetterlinge durch die Luft, sie naschen an den Futterstellen oder öffnen majestätisch ihre Flügel bei der kurzen Rast auf einem Blatt.

Eine erfrischende Pause später setzen wir die Rad-Etappe fort, denn nach Wandertag und Radtour fehlt schließlich noch die Wasser-Disziplin für den kompletten Triathlon. Nächste Station Olbersdorfer See.

Ein See zum verlieben

Sanft fällt die Landschaft ab in Richtung Olbersdorf, die letzten Kilometer führen durch jungen Wald am Ufer und schließlich an den Seestrand, der zur Landesgartenschau 1999 sein neues Gesicht bekam. Langsam verebbt der Trubel eines Sommertages am See und die Vorbereitungen im „Seestern“ für den krönenden Abschluss unserer Tour laufen auf Hochtouren. In der Abenddämmerung macht das Seestern-Team das „Candle Boat“ flott: Prickelnder Sekt kommt in den Kühler, Fingerfood und Obst werden liebevoll arrangiert, die Kissen nochmals zurechtgerückt und dann ist alles bereit für den krönenden Abschluss des Tages auf dem Wasser. Zwei Petroleumlampen erhellen das romantische Dinner und nach ein paar Dutzend Ruderschlägen beginnt der entspannte Teil des Abends mitten auf dem Obersdorfer See. So schön kann Triathlon sein…

Tipp: Für alle die gern Wandern: Erwandert den 107km langen Oberlausitzer Bergweg. Nach eurer Tour könnt ihr euch in verschiedenen Wanderhotels entspannen und euer Gepäck wird von Unterkunft zu Unterkunft gebracht. Hier der Link zum Angebot: Oberlausitzer Bergweg.

TMGS-Bloggerin Susann

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