Sonderausstellung "Luther und die Fürsten"

Die meisten Protestanten wissen es: Am 31. Oktober ist Reformationstag, der an den legendären Thesenanschlag Martin Luthers in Wittenberg erinnert. Weniger bekannt: Das politische Zentrum der anschließenden Reformation lag in Torgau. Das will die Ausstellung „Luther und die Fürsten“ ins Gedächtnis rufen und nimmt dafür Schloss Hartenfels und einige weitere Orte in Torgau als Zeugen. Ein guter Grund also für Elberadler, hier etwas mehr Zeit einzuplanen, denn die groß angelegte Sonderschau endet – pünktlich – zum Reformationstag. Wer sie noch sehen will, schaltet also besser einen Gang hoch und erlebt Torgau im Luther-Fieber.

Andererseits ist die Stadt auch sonst jede Radlerrast wert. Das gilt schon für Schloss Hartenfels, an dessen Grundmauern der Elberadweg direkt vorbeiführt. Der Renaissancebau zählt zu den schönsten seiner Art und selbst Kaiser Karl V. soll die Sachsenfürsten darum beneidet haben. Im Vorfeld der Luther-Ausstellung wurde Hartenfels nochmals renoviert und man kann den neidischen Kaiser heute gut verstehen. Besonders eindrucksvoll: der Große Wendelstein. Die kunstvoll-filigrane Außentreppe aus Sandstein zieht nicht nur Hobbyfotografen in ihren Bann. Und während Papa mit der Kamera umherzieht, bestaunen die Kinder die echten(!) Bewohner des Bärengrabens vor dem Schloss.

Im Übrigen „luthert“ es auch nach der Ausstellung noch gewaltig in Torgau. Schließlich starb des Reformators Frau Katharina von Bora in der Stadt, woran ein Museum erinnert wie auch ihre Grabstelle in der Marienkirche. Und auch der neue „Lutherweges“ durch Sachsen und Thüringen markiert hier mehrere Stationen.

Weitere Informationen unter: www.schloss-hartenfels.de & www.lutherweg.de

 

TMGS-Bloggerin Susann

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