Sächsische Schweiz

Heute ist die Kletterei in der Sächsischen Schweiz ein Sport für die ganze Familie, aber das war nicht immer so. 1864 bestieg eine Gruppe Bad Schandauer Turner mit dem Falkenstein erstmals einen Felsen im Elbsandsteingebirge. Mit einfachster Ausrüstung legten die sportlichen Pioniere den Grundstein für das „Freiklettern“, dessen Idee bis heute die Kletterregeln in der Sächsischen Schweiz prägt. Weil der weiche Sandstein schon durch Wind und Wetter immer wieder Schaden nimmt, ist beim Klettern die Verwendung künstlicher Hilfsmittel beschränkt: Es dürfen nur Seile, Schlingen, Karabiner oder Ringe benutzt werden und das ausschließlich zur Sicherung. Den Felsen zu beschädigen ist ebenso tabu wie die Nutzung von Seil und Ring als Kletterhilfe.

Trotz dieser Beschränkungen ist die Faszination des Sandsteinkletterns seit 150 Jahren ungebrochen. Denn meistens klettert man in der Gruppe mit erfahrenen Vorsteigern und wenn man sich dann ins Gipfelbuch einträgt, ist das schon etwas ganz Besonderes. Mehr als 17.000 Wege aller Schwierigkeitsgrade führen auf die rund 1.100 Gipfel des Klettergebietes und seit einiger Zeit wird hier auch das Bouldern immer beliebter – der „schnelle Kletterspaß zwischendurch“. Kletterer erklimmen dabei Felsblöcke oder -wände in Absprunghöhe, eine Matte schützt den Sportler vor Verletzungen beim kontrollierten Absprung. Die rasant wachsende Fangemeinde trifft sich inzwischen jedes Jahr beim „Boulder-Cup“ in Bad Schandau. Vorbeischauen!

Vom 11. – 13. Juli 2014 findet der nächste Elbstein-Bouldercup statt. Auf geht’s:

www.elbsandsteincup.eu

TMGS-Bloggerin Susann

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