Lutherweg Sachsen - Ausschilderung vor der Stadtkirche St. Marien in Torgau

Aktiv durchs Lutherjahr – Lutherweg | Teil 1

Einmal auf den Spuren Martin Luthers wandeln – im Reformationsjahr nehmen wir dies ganz wörtlich. Auch in Sachsen hat der große Aufklärer wichtige Stationen seines Lebens verbracht. Noch heute erinnert der Lutherweg daran. Er verbindet bedeutende Wirkungsstätten des Reformators. Auf dem 550 Kilometer langen sächsischen Teil der Strecke locken historisch reizvolle Kirchen, Schlösser und Burgen – ideal für eine spirituelle Wanderung durch das Burgen- und Heideland. Die Wahl des Start- und Endpunkt fällt dabei aber schwer, da zu den insgesamt 27 Stationen facettenreiche Städte gehören, in denen die reformatorische Bewegung schnell Einzug hielt oder die mit starken Frauen dieser Zeit eng verknüpft sind. Auf eurer Wanderroute solltet ihr einen Besuch in diesen drei Städten deshalb unbedingt einplanen. 

Torgau Schloss Hartenfels Schlosskirche

Quelle: Stadt Torgau

1. Torgau – Politisches Zentrum der Reformation

Ein Muss für jeden Lutherweg-Wanderer ist Torgau, das an der Elbe zwischen Wittenberg und Meißen gelegen ist. In der Geschichte der Reformation nimmt die Große Kreisstadt eine herausragende Stellung ein. Besucht die Schlosskirche, die Martin Luther im Jahr 1544 höchstpersönlich einweihte. Auch Katharina von Bora, der »Lutherin«, lebte und wirkte einst in Torgau. In ihrem Sterbehaus befindet sich heute die einzige Gedenkstätte für die Ehefrau, Gefährtin und Beraterin Martin Luthers.

2. Leipzig  – Antrittsort zur Disputation

Auch in Klein-Paris hat der große Reformator seine Spuren hinterlassen. Hier trat er zur berühmten Disputation an. In der Pleißenburgen, dem heutigen Neuen Rathaus, führten die Reformatoren im Jahr 1519 ihr berühmtes Streitgespräch mit dem katholischen Geistlichen Johannes Eck, das endgültig zur Spaltung der Kirche führte. Für eine kurze Rast lohnt sich der Besuch des Bach-Museums, das noch bis zum 25. Juni die Ausstellung »Glaubenswelten«, die die  religiöse Situation in Leipzig zur Bach-Zeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.

3. Borna – Geburtsstätte der reformatorischen Predigt 

Dass Martin Luther auf seinen Reisen häufig Borna besucht hat, ist auch für Wanderer sofort ersichtlich:  Seit 2011 ziert eine lebensgroße Plastik von Martin Luther in Gestalt des Junkers Jörg das Stadtzentrum. In der Kleinstadt verbreiteten sich rasch seine Ideen, sodass Borna zum ersten Ort im Kurfürstentum Sachsen, in dem reformatorisch gepredigt wurde. Wanderer sollten die Gelegenheit nutzen, in der Emmauskirche eine kurze Rast einzulegen. Das Gotteshaus wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet – an seinem jetzigen Platz steht es aber erst seit 2007. Als mehrere Orte im Leipziger Süden einem Tagebau weichen mussten, wurde die Heuersdorfer Emmauskirche unter riesigem Medieninteresse mit einem Speziallaster ins 12 Kilometer entfernte Borna transportiert.

Alternativer Text

Quelle: Testquelle

Eagle & Waterfall

Noch mehr Luther gibt es übrigens die nächsten Tage auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin. Dort präsentiert sich Sachsen in Halle 11.2/Stand 102 als das Mutterland der Reformation.

TMGS-Bloggerin Cathrin
TMGS-Bloggerin Cathrin

2 Kommentare

  1. Hey wirklich ein schöner Beitrag fürs Wandern. Bin auch bald in Sachsen und werde mich mal auf Tour begeben.

    Gruß Jan!

    • Das freut uns sehr! Bald folgen auch noch mehr Tipps zum Aktiv-werden im Lutherjahr Viele Grüße!

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