Wanderung durch das Vogtländische Mühlenviertel

Da staunt der Müllerbursche

Es gab eine Zeit, in der tatsächlich die Müllerburschen durch das Vogtland zogen. Keiner weiß, ob das Wandern wirklich so eine „Lust“ für sie war, aber ganz sicher klapperten die Mühlen damals wirklich noch in der Gegend rund um Leubnitz und Syrau, Pausa, Mühltroff oder Mehltheuer. Nun ja – die Zeiten haben sich geändert: Die Mühlen sind weniger geworden, dafür ist das Wandern auf dem „Müllerburschenweg“ heute tatsächlich eine Lust. Und die jungen Müller von damals hätten viel zu staunen auf dem 50 Kilometer langen Rundweg…

Denn natürlich sind überall im Vogtländischen Mühlenviertels noch Zeugnisse aus den Jahrhunderten der Müllerei zu finden. Die meisten erhaltenen Mühlen widmen sich heute als urige Gasthäuser den kulinarischen Spezialitäten der Gegend. Wissenswertes um das einst so bedeutende Handwerk gibt es natürlich obendrein. Doch am Rande des Weges wartet so manche weitere Sehenswürdigkeit: Das Leubnitzer Schloss von 1794 mit seinem wunderschönen Landschaftspark und der Dauerausstellung „Natur und Jagd”. Einen Steinwurf entfernt, bewundern die Wanderer das spätgotische Portal der Marienkirche und ihren Altar aus dem 13. Jahrhundert.

In Syrau lohnt – zumindest für die Mutigsten – ein Abstecher zur Drachenhöhle die neben aufregenden Gruselgeschichten auch eine sehenswerte Laser-Show zu bieten hat. Mehltheuer wartet indes mit dem kleinsten Musikinstrumentenmuseum der Welt, wo man auf kleinstem Raum nach telefonischer Anmeldung mehr als 1500 musikalische Raritäten bestaunen kann. Richtig „weltbewegend“ wird’s dann in Pausa – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Ort ist bekannterweise der „Mittelpunkt der Erde“ und so wundert es nicht, dass sich dort auch die Erdachse besichtigen lässt. Wer genug Humor im Wanderrucksack dabei hat, ist herzlich eingeladen, die Achse ein wenig zu schmieren – bevor es wieder hinaus geht, auf die Pfade der vogtländischen Müllerbuschen.

 

TMGS-Bloggerin Susann

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