Ein Märchenschloss fürs ganze Jahr

Schloss Moritzburg in der Abenddämmerung

Es gibt einen besonderen Ort in Sachsen, an dem Romantiker-Herzen höher schlagen und sich jede noch so gestandene Frau ein bisschen wie Cinderella fühlt: Schloss Moritzburg. Inmitten der tierreichen Wälder nördlich von Dresden thront dieses prachtvolle Schloss und erinnert an die glanzvollen Zeiten von August dem Starken. Ein märchenhafter Ort, egal zu welcher Jahreszeit. – Und, wie ich festgestellt habe, im Winter mit ganz besonderem Flair…

Im Winter zum Schloss Moritzburg? Unbedingt! Erst diese Jahreszeit erzeugt eine besonders märchenhafte Stimmung. Wenn die alten Gemäuer des Barockschlosses mit weißem, feinem Schnee bedeckt sind, der Schlossteich vereist ist und sich die Umgebung in eine wunderschöne Winterlandschaft verwandelt. Das liegt sicher nicht zuletzt an dem Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, dass, auch heute noch, nicht nur die Augen der Kinder zum Leuchten bringt.

Mich selbst hat es bereits in der Kindheit und in den letzten Jahren sehr oft nach Moritzburg verschlagen, aber bisher noch nie im Winter. Zuletzt ergab sich nun endlich die Gelegenheit „Aschenbrödels“ Schloss einmal im Schnee zu erleben. Es war knackig kalt, aber ein herrlich sonniger Tag. Perfekt für einen Spaziergang rund um das Schloss! Kinder wie Erwachsene flitzten über den zugefrorenen Teich und wir stapften gemütlich durch den Schnee rund um das Schloss. Nach etwas mehr als einer Stunde mussten wir uns der Kälte wegen allerdings geschlagen geben. Um uns aufzuwärmen, kehrten wir stattdessen ins urgemütliche Bärenhäusl, auf ein paar typisch sächsische Quarkkeulchen und einen heißen Kakao, ein. In der Zwischenzeit, fing es leider bereits an zu dämmern, so dass an einen weiteren Rundgang nicht mehr zu denken war. Je nach Lust und Laune kann man diesen aber durchaus noch ein Stück ausweiten.

Moritzburg Winterspaziergang

Quelle: Mandy Decker

Meine Empfehlung: Folgt dem ausgeschilderten Weg bis zum sogenannten Fasanenschlösschen. Das kleine, ganz in rosa-pastell gehaltene Barockschloss, befindet sich ungefähr zwei Kilometer vom Schloss Moritzburg entfernt. Gleich daneben liegt der Moritzburger Leuchtturm, der zu Zeiten Augusts dem Starken eigens für die Nachstellung von Seeschlachten erbaut wurde. Wer mag, kann sich im Marcolinihaus für den Rückweg stärken, einem meiner Lieblingscafés in Moritzburg.

Für alle, die unbedingt mehr über den Film und die Kostüme aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ erfahren möchten, kann ich nur die Ausstellung im Schloss ans Herz legen – in diesem Jahr habt ihr dazu noch die Gelegenheit bis zum 26. Februar. Ein absolutes Highlight für jeden Film- und Märchenfan! Vergesst nicht euch danach auch auf die Suche nach Aschenbrödels Schuh zu machen, den sie auf einer der berühmten Schlosstreppen verlor. Woran ihr diese erkennt? Lasst mich euch versichern, ihr werdet es wissen, wenn ihr ihn gefunden habt.

Auf der Suche nach Aschenbrödels Schuh Schloss Moritzburg

Quelle: Mandy Decker

Zu guter Letzt noch zwei weitere Tipps für Moritzburg: Eine wunderbare Möglichkeit, den Ort zu erkunden, ist eine Fahrt mit der Pferdekutsche. Eine besonders schöne Idee für romantische Momente zu zweit.  Ebenfalls interessant: Das nahegelegene Wildgehege, welches auch im Winter geöffnet hat (Januar- Februar nur Samstag und Sonntag, ab März täglich 10-18 Uhr). Hier gibt es viele heimische Tierarten wie Wölfe, Luchse, Rehe oder Elche zu sehen. Mir persönlich hat der Besuch dort, allerdings im Sommer, sehr gefallen.

Kutschfahrt am Schloss Moritzburg

Quelle: Mandy Decker

Nichtsdestotrotz ist das Schloss Moritzburg natürlich zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und ein wunderschönes Ausflugsziel – ob mit Schnee oder ohne.

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