Biberdamm

Wanderspaß auch ohne Biber

von Veronika Jacobi

Der Biber war das schlagende Argument, mit dem ich meinen Neffen Leo zur Wanderung überreden konnte. Und um es gleich vorweg zu nehmen – wir haben natürlich keinen der emsigen Burgenbauer gesehen. Trotzdem hatten wir dann auf der Heide-Biber-Tour durch die Dübener Heide doch ziemlich viel Spaß zusammen, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise. Leo – er ist sieben – hatte rasch das Comic-Maskottchen Billi Bockert aufgespürt und suchte nun eifrig nach den Stationen am Wegesrand mit Waldtelefon und allem Drumherum.
Für mich war der Waldspaziergang vor allem überraschend. Denn grundsätzlich misstraue ich den Superlativen der Tourismuswerbung ein wenig: „Größtes zusammenhängenden Waldgebiet Mitteldeutschlands“ – wem soll ich das bitteschön am Montag im Büro erzählen? Will heißen, dass ich die Dübener Heide bisher nicht auf meiner inneren Landkarte hatte und ich denke, dass das vielen so geht, die nicht gerade in der Nähe wohnen. Schade eigentlich. Denn die natürliche Vielfalt des herrlich ruhigen Waldes ist die perfekte Basis für einen Kurzurlaub in der Natur. Nach ein paar Minuten Fußweg ist man mittendrin und je nach Lust und Laune auch mutterseelenallein. Abgesehen von den Vögeln und möglicherweise den Bibern. Immer mal wieder stößt man auf nette Fleckchen wie die Köhlerei Eisenhammer, die gewaltige Biberburg am Hammerbach oder den Kaiser-Wilhelm-Turm. Das Wasserschloss Reinharz war dann mit Leo leider nicht mehr zu machen, aber vielleicht ist das ja eine gute Idee für das nächste „Freundinnen-Wochenende“ – dann natürlich mit ausgedehntem Chill-Out im HEIDE-Spa Bad Düben.

Weitere Routeninformationen:

www.sachsen-tourismus.de

Nähere Informationen zur Region: Sächsisches Heideland

 

Veronika Jacobi

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