Wasserstadt Leipzig

Summer-City-Tour: Mit dem Kajak durch Leipzig

Der Sommer ist die perfekte Jahreszeit um Leipzig vom Wasser aus zu erkunden. Vom Wasser aus, wird sich der eine oder andere jetzt fragen? Ja, genau.Was auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist: Die Stadt durchzieht ein dichtes Netz aus Kanälen, Flüssen und Seen. Darum sieht man bei schönem Wetter auf den Kanälen oftmals kleine Sightseeingtour-Booten, Stand-up Paddler sowie Kajakfahrer, die auf dem Wasser rund um und in Leipzig ihre Bahnen ziehen. Für ein wenig venezianisches Flair mitten in Leipzig, sorgen waschechte Gondoliere, die ihre Besucher wie ihre italienischen Kollegen in Venedig, professionell durch die Kanäle gondeln.

Mandy Decker auf einem roten Kajak in Leipzig

Quelle: Mandy Decker

Cooles Sightseeing für heiße Tage – Kajaktour durch Leipzig

Am vorletzten Wochenende nutze auch ich zusammen mit einer Freundin die Gelegenheit und erkundete Leipzig – nicht mit der Gondel, sondern mit dem Kajak.

Zusammen starten wir an der Galopprennnbahn, wo wir beim Bootsverleih Scheibenholz, am Vormittag gerade so noch ein 2-er Kajak ergattern. Nach einer kurzen Einweisung und der Erklärung der Route, heißt es auch schon einsteigen, auf die Paddel, fertig und los!

Palmengartenwehr Leipzig

Quelle: Mandy Decker

Von der Galopprennbahn paddeln wir zunächst auf der Weißen Elster in Richtung Palmengarten, immer entlang des Clara Zetkin Parks. Die erste halbe Stunde kämpfen wir gegen den Wind, der den sonst sonnigen Tag bestimmt. Am Palmengartenwehr biegen wir links ab – von da ist es schließlich nicht mehr weit bis zum Karl-Heine Kanal. Unser Ziel der heutigen Rundtour.

Karl-Heine-Kanal: Urbanes Flair und Natur in einem

Quelle: Mandy Decker

Auf dem Kanal treffen wir an diesem Vormittag auf viele weitere Kanu- und Kajakfahrer, die Stimmung ist trotz fast gelegentlicher Zusammenstöße entspannt und alle bei bester Laune. Denn auf dem Karl-Heine-Kanal wird es dann schon ein wenig enger und wir müssen uns natürlich den Weg mit den größeren Sightseeingtour-Tourbooten teilen. Aber das tut der guten Stimmung keinen Abbruch – wir genießen unsere Tour in vollen Zügen. Es gibt Momente, da vergisst man völlig, dass man sich eigentlich mitten in der Stadt befindet. Wir paddeln weiter bis zum Stelzenhaus, ein Café im Stadtteil Plagwitz und schließlich weiter bis zur König-Albert-Brücke an dem sich der Biergarten und das Café Kaiserbad befindet. Entlang der oben angrenzenden Karl-Heine-Strasse befindet sich sozusagen das Herzstück der urbanen, alternativen und kreativen Szene der Stadt.

Auf unserem Weg kreuzen unsere Blicke immer wieder die verschiedensten gastronomischen Möglichkeiten, die sich direkt am Wasser zum Anlegen befinden. Sei es der Heimathafen, ein griechisches oder italienisches Restaurant – hier kommt fast jeder kulinarisch auf seine Kosten. Dafür sollte man aber auf jeden Fall mehr Zeit einplanen.

Für uns heißt es nach der König-Albert-Brücke leider wieder den Rückweg antreten, denn wir haben nicht mehr so viel Zeit für unsere Rückfahrt, für die wir den gleichen Weg nehmen. So erreichen wir nach knapp zwei Stunden den Steg an der Galopprennbahn zwar etwas ausgepowert, aber mit glücklichen Gesichtern.

Karl-Heine-Kanal Leipzig

Quelle: Mandy Decker

Meine Empfehlung für diese Route sind mindestens 2,5 – 3 Stunden Zeit, für eine Tour bis zum Cospudener See und zurück sollte man wenigstens 5 Stunden einplanen. Außerdem gut zu wissen: An Wochenenden und in den Sommerferien unbedingt vorher anrufen und reservieren. Weitere Bootsanbieter finden sich zudem am Lindenauer Hafen oder am Klingerweg.

 

Mandy Decker
Mandy Decker

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