Ritter, Märchen, Sport und Spaß

Beitrag eingereicht von Sven Steg

Traumhafte Aussichten, gemütliches Beisammensein, Bewegung und Kraxeln über Stock und Stein im Zittauer Gebirge; ein MUSS für jeden Naturfreund. Die großartige, im Laufe von Jahrtausenden geschaffene, Naturaufnahme rund um die Sportstadt Zittau, den Kurort Oybin und das umliegende Gebirge, stellte mit seinen sagenumwobenen Geschichten schon für den Maler Casper David Friedrich eine perfekte Gelegenheit dar, sich dieser wunderschönen Idylle hinzugeben. Um die Welt durch seine Augen sehen zu können, erstellte ich folgende Tour durch meine Heimat und freue mich sie Euch hiermit vorzustellen:

Der Startpunkt unserer Tagesreise befindet sich vor dem Zittauer Rathaus, direkt in der wundervollen Altstadt, mit ihrer belebten Marktatmosphäre und einer Vielzahl kleiner Geschäfte mit urigen und versteckten Schätzen. Hierzu findet Ihr ein Bild mit Blick auf die fesselnde Eingangsfront des Rathauses. Um die Stadt kennenzulernen empfehle ich einen anfänglichen Rundgang, Richtung Johannisturm, der alten Post, bis hin zum einzigartigen Gerhard-Hauptmann-Theater, welches direkt am Stadtring (ehemalig eine Mauer rund um Zittau im Mittelalter) liegt. Die ersten Eindrücke vermitteln stets ein beruhigendes Gefühl und wecken gleichzeitig Interesse am Neuen. Da der Apettit nicht zu kurz kommen soll, begeben wir uns über den Klosterplatz, mit herrlicher Aussicht auf das Franziskanerkloster, in Richtung Salzhaus, welches eine sehr imposante Ausstrahlung hat. In der anliegenden“Mocca-Bar“ kann nun ein leckeres Frühstück genossen und Energie für das Kommende gesammelt werden.

Nachdem der letzte Schluck Kaffee getrunken ist, begeben wir uns zum Haltepunkt der Schmalspurbahn direkt am blumenbestückten Lutherplatz. Auf dem Weg werden wir noch an zwei der wohl bekanntesten Touristenpunkte der Zittauer Innenstadt vorbeilaufen. Einmal handelt es sich um die bezaubernde Blumenuhr (eine riesige freiliegende Uhr, deren Ziffern und Ziffernblatt lediglich aus verschiedenen Blumen gestaltet ist) und andererseits um das Schleifermännchen, eine Kuriosität und Symbol für das hartarbeitende Handwerksvolk. Bei der Schmalspurbahn angekommen, staunt man sicherlich erst einmal über die nur 750mm breite Spurweite und fährt daraufhin im gemütlichen Wagon Richtung Olbersdorf. Die sich in Olbersdorf befindliche DOPPELAUSFAHRT der Schmalspurbahn ist weltweit bekannt und absolut einmalig. Ein kurzer Umstieg ermöglicht uns nun die Fahrt direkt nach Oybin.

Sobald der Bahnhof Oybin in die Nähre rückt, freut sich unsere Seele über die Weite der grünen Natur und die unbeschreiblich frische Luft des Kurortes. Nach wenigen hundert Metern befinden wir uns am Fuße des Hochwalds. Unser erstes Wanderziel ist das Erklimmen des Hochwalds(749m) und dem darauf befindlichen Aussichtspunkt mit Wendeltreppe. Für alle Sportler untschiedlichster Kondition sind verschiedene Wege zum erreichen des Gipfels angelegt, sodass jeder auf seine Kosten kommen kann. Nachdem wir nun die Spitze erklommen haben, wird uns ein unfassbarer Ausblick auf das umliegende Gebirge und die kleineren Ortschaften in weiter Ferne geschenkt. Besonders für Höhenangstimmune stellt der Wendeltreppenausblick eine optimale Gelegenheit dar, seine Eindrücke noch weiter zu verschärfen. Nach dieser Besteigung rückt der frühe Nachmittag in die Nähe und dem kommenden Hunger kann nun in der uhrigen Hochwaldbaude Abhilfe geleistet werden.

Gut gesättigt gehen wir den Abstieg an und haben bereits das nächste Ziel ins Auge gefasst: Die Burg Oybin. Die zum Teil noch stehenden Mauern, Räume und Keller der Burg Oybin reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück und geben jedem Besucher ein beeindruckendes und zugleich ehrfurchteinflössendes Gefühl. Da das gesamte Gelände bestaunt werden kann und sogar Werkzeuge, Waffen und Rüstungssammlungen in den Kellern und Räumen aufgezeigt werden, kommt jeder Interessent auf seine Kosten und erblickt mit Sicherheit den ein oder anderen archäologischen Schatz. Dass wir dabei auf den Spuren von Rittern und Königen sind, erschaudert einen beinahe. Der Rückweg auf den Oybiner Markt, lässt uns nochmals die wunderschöne Gestalt der Bergkirche genießen und führt uns im Anschluss wieder zum Haltepunkt der Schmalspurbahn. An heißen Sommertagen kann auf dem Weg noch ein Eis des Oybiner Eiscafés verzehrt werden. Daraufhin verlassen wir mit der Schmalspurbahn das idyllische Örtchen und begeben uns wieder in Richtung Zittau.

Nachdem wir diesen aktiven Tag mit allerhand bezaubernden Eindrücken hinter uns gebracht haben und weiter auf uns wirken lassen wollen, steigen wir am anfänglichen Haltepunkt in Zittau wieder aus und begeben uns zum Zittauer Stadtbad, welches unweit vom, zu Beginn besichtigten,  Johannisturm und Gerhard-Hauptmann-Theater entfernt ist. Das restaurierte Stadtbad im römisch-historischen Flair, stellt die ideale Entspannungsmöglichkeit für diesen Tag dar. Der mit Säulen und Skulpturen versehene Schwimm- und Saunabereich, vermittelt sofortige Ruhe und Genesung. Im Wellnessbereich legen wir uns auf eine der bequemen Liegen und lassen den Abend ausklingen.

Treten Sie diese Tagestour zu zweit an oder mit guten Freunden, dann empfehle ich Ihnen einen anschließenden Besuch im Klosterstübl (siehe Bild). Das bekannte und gemütliche Restaurant mit Spezialausschank bietet, neben einem erfrischenden Bier, auch ein Abendmenü mit regionalen Köstlichkeiten an.

Jedem Naturbegeisterten lege ich diese Tour mit voller Überzeugung ans Herz und hoffe, dass ihr meine Heimat ebenso genießen werdet wie etliche Maler, Dichter und Denker zuvor : )

Auf ein frohes und begeistertes Wiedersehen,

Euer Sven Steg

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Sachsen Tourismus

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