24 Stunden über Stock und Stein

24 Stunden auf dem Mountainbike: 2much4you

Völlig übermüdet, körperlich ausgelaugt und dann auch erleichtert – so muss man sich nach einem 24 Stunden-Mountainbikerennen fühlen. Am vergangenen Samstag startete Punkt 12 Uhr mittags das 2much4you im Hochwald bei Oybin, das sich selbst als das härteste MTB-Rennen Deutschlands beschreibt.

Etwa 150 Fahrer und Fahrerinnen traten im Team oder einzeln gegeneinander an – und irgendwie auch gegen sich selbst. Denn mal ehrlich, wer bei solch einem Rennen teilnimmt, muss seinen inneren Schweinehund wahrscheinlich nicht nur einmal überwinden. Nach einem Start im Le Mans-Format bei dem die Fahrer zu ihren Bikes rennen müssen, bevor sie losfahren, galt es für die Teilnehmer, innerhalb der nächsten 24 Stunden so viele Runden wie möglich zu fahren. Eine sekundengenaue digitale Uhr an der Bühne bei der Wechselzone zählte die Zeit abwärts.

Zu den Rädern ging es rennend.Foto: Mathias Henke

Auf 5,1 Kilometer ging es über Singletrails, Wald- und Wiesenwege und schnelle Abfahrten – insgesamt eine abwechslungsreiche Strecke. Runde für Runde mussten die Fahrer 150 Höhenmeter überwinden. Als Betreuerin des 2er-Teams „Velociraptors“ – beide fuhren in Dinosaurier-Shirts – war ich die ganze Zeit vor Ort. Ich schrieb die Fahrzeiten auf, schickte die beiden abwechselnd rechtzeitig in die Wechselzone, sorgte für gefüllte Trinkflaschen, redete gut zu und behielt die Platzierung im Blick. Zuvor kannte ich solche Rennen nur aus Erzählungen, dabei zu sein war neu und aufregend. Ich fieberte und litt gleichzeitig mit den beiden mit. 

Auf schnellen Abfahrten durch den WaldFoto: Mathias Henke

Da es lange nicht geregnet hatte, war die Strecke sehr trocken, der Boden sehr hart – die Federgabeln und Wirbelsäulen hatten ordentlich zu tun. Glücklicherweise führte die Route hauptsächlich durch Wald, der den Fahrern Schatten bot. Dennoch heizte es sich auch dort irgendwann auf. Abkühlung verschaffte erst der Abend. Und mit ihm kam auch die Dunkelheit. Ab 21.15 Uhr galt Lichtpflicht. Das Fahren wurde nun noch schwerer, Wurzeln und Steine sahen die Fahrer schlecht oder sehr spät. Dementsprechend wurden auch die Rundenzeiten etwas länger. Doch Sicherheit geht dann eben doch vor. Viel Schlaf bekam natürlich niemand von uns dreien. Die beiden fuhren auch nachts die meiste Zeit. Und auch ich bekam wenig Schlaf. Denn als für einige Zeit einer der beiden sechs Runden am Stück fuhr, damit sich sein Teamkollege ausruhen konnte, stand ich an der Strecke und hielt Getränkenachschub sowie Müsliriegel bereit. Nach einer kurzen Ruhephase ging es dann früh um vier für alle  weiter. Während die verbleibende Zeit und die Kraft in den Beinen geringer wurde, wurden die gefahrenen Runden mehr. Und irgendwann zeigte die Uhr: 00:00:00. Die 24 Stunden im Sattel waren vorüber. Das Glück und die Erleichterung stand allen Fahrern ins Gesicht geschrieben. 

Auf engen Passagen durch den WaldFoto: Mathias Henke

Und dann gab es für die Anstrengung eine tolle Belohnung. Team „Velociraptors“ belegte den 3. Platz bei den 2er-Männer-Teams und durfte eine der begehrten Sandstein-Trophäen mit nach Hause nehmen. Damit hatte niemand von uns gerechnet. 

Schon kurz nach dem Rennen sprach einer der beiden Velociraptors davon, im nächsten Jahr wieder mit fahren zu wollen. 2much kann es also nicht gewesen sein. 

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TMGS-Bloggerin Katharina
TMGS-Bloggerin Katharina

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