Mountainbiken kann man besonders gut im Erzgebirge

Nonstop auf neun Gipfel – Erzgebirge

Das Erzgebirge hat in den vergangenen Jahren zwei top Produkte für Mountainbiker realisiert. Traumhafte Trails verschiedenen Anspruchs bietet Deutschlands erster Singletrail-Park: das Trailcenter Rabenberg. Und unter den vielen Tourmöglichkeiten ragt der „Stoneman Miriquidi“ heraus – eine Herausforderung der besonderen Art und einmalig in Deutschland. 

Einrollen am Rabenberg

Vor dem großen Tag ein wenig Training – dafür bietet das TrailCenter Rabenberg bei Breitenbrunn das perfekte Terrain. Im erstenTrailcenter Deutschlands mit rund 50 Streckenkilometern entfällt etwa die Hälfte auf erstklassige Singletrails unterschiedlichen Anspruchs. Einsteiger können etwa in Kursen mit dem sechsfachen Weltmeister Marco Hösel ein Gefühl für den richtigen „Flow“ finden und die ein oder andere Rampe wird selbst bei Hardcore-Bikern ordentlich Adrenalin in die Venen pumpen. Die Trails machen Laune und sind für den Stoneman Miriquidi das perfekte Warm Up. Denn der Rabenberg liegt direkt an der Rundstrecke über neun der höchsten Erzgebirgsgipfel. Der Sportpark als „Premium-Partner“ verkauft vor Ort die Starterpakete für das einmalige Stoneman-Erlebnis. Mit dabei: eine Stempelkarte, auf der jede Gipfelankunft vermerkt wird. Je nach Fahrzeit von einem, zwei oder drei Tagen erhalten die Stoneman-Biker ihre Trophäe dafür in Gold, Silber oder Bronze.

Traumrunde mit Anspruch

Auch wenn die „klassische“ Tour des Stoneman Miriquidi in Oberwiesenthal beginnt und endet, der Rabenberg ist ein super Anlaufpunkt, zumal die gesamte Anlage inklusive Übernachtungsmöglichkeiten perfekt für Mountainbiker geeignet ist. Wer auf die goldene Trophäe aus ist, beginnt seinen Stoneman-Tag am besten früh, denn mit Pausen sollten auch beherzte Biker um die 12 bis 15 Stunden einplanen. Nach dem Start auf 913 Meter geht es für den Anfang recht entspannt voran bevor der Anstieg auf den 1019 Meter hohen Auersberg beginnt. Dort wartet der Ausblick auf die Talsperre Sosa und eine schicke Abfahrt. Auf dem Weg nach Böhmen führt die Strecke am Kleinen Kranichsee vorbei, das zu den bedeutendsten Hochmooren im Erzgebirge zählt. Auf dem böhmischen Plattenberg (1043 Meter) könnte eine Pause zum Mini-Spaziergang zur Eispinge genutzt werden, wo auch im Hochsommer der Schnee nicht schmilzt – Abkühlung garantiert. Zum nächsten Gipfel, dem 15 Meter niedrigeren Plešivec ist es nicht sehr weit und die Abfahrten sollte man vielleicht ein wenig zur Regeneration nutzen.

Highlight auf 1244 Meter Höhe

Denn der Uphill auf 1244 Meter zum höchsten Stoneman-Punkt ist fahrtechnisch anspruchsvoll und kostet richtig Kraft. Vom Klínovec (dt. Keilberg) ist schon das nächste Etappenziel in Sicht, der Fichtelberg bei Oberwiesenthal. Nochmal führt der Stoneman hier über die 1200-Meter-Grenze, bevor es über die höchstgelegene Stadt Deutschlands Oberwiesenthal wieder in tiefere Gefilde geht. An der Talsperre Cranzahl vorbei führt die Route auf den Bärenstein (847m) und vorbei an spektakulären Basaltsäulen auf den Pöhlberg (834m) und Scheibenberg (807m). Am letzten und ersten Gipfel, dem Rabenberg, haben die „Steinmänner“ dann mindesten 162 Streckenkilometer und 4.400 Höhenmeter in den Waden.

Wer dann alle Gipfelstationen auf der Stempelkarte abgelocht hat, wird in den erlauchten Kreis der „Finisher“ aufgenommen, der aktuell knapp 900 Fahrer zählt.

 

 

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TMGS-Bloggerin Susann

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