Unterwegs in Sachsen mit dem Gravelbike

Voll im Trend: per Gravelbike das Bergland Sachsens entdecken

Sachsen kann man vielfältig mit dem Rad befahren, auch abseits der asphaltierten Strecken und Fluss-Radwege. Einen Einblick in diese Vielfalt bietet euch dieser Text sowie Vorschläge und Tipps der neu gegründeten Gravel-Touren „Dirty Gravel“ hinter der die Guiding-Marke „TransOst“ mit ihrem umtriebigen Frontman Markus Weinberg steckt.

Geschafft – mit dem Gravelbike auf dem FichtelbergFoto: Markus Weinberg

Ein Abenteuer auf schmalen Reifen fernab der Straßen gefällig? Dies kann man mit einem Trekking- oder trendigem Gravelbike mit Start in der sächsischen Landeshauptstadt erleben. Von Dresden aus erstrecken sich grüne Wälder, saftige Wiesen und romantische Täler entlang der blauen Adern der Sächsischen Schweiz und des Osterzgebirges. Auch für mehrtägige Erlebnisse bis auf den Fichtelberg, den höchsten Gipfel Sachsens auf 1.215 m Höhe oder in das Lausitzer Bergland nahe des Dreiländerecks mit Polen und Tschechien gibt es ein gut ausgebautes und beschildertes Rad- und Wanderwegenetz. Ob schweißtreibende Berg- oder erlebnisorientierte Genusstour: Die Vielfalt des Umlandes lässt keine Wünsche offen und bietet auch für Familien zahlreiche Ziele.

Mit dem Gravelbike durch SachsenFoto: Markus Weinberg

Bereits im Stadtgebiet von Dresden kann man sich den Feierabend versüßen. Ein Spaziergang, der abendliche Lauf oder die MTB-Tour durch die Dresdner Heide mit Start am Alaunpark laden ebenso ein wie eine Gravel-Tour fernab des Asphalts auf das Schönfelder Hochland. Die Gegend oberhalb der steilen Weinhänge am Weißiger Fernsehturm bis hinter das Pillnitzer Schloss bietet Panorama satt und weckt das Fernweh. Die Anreise durch den Helfenberger Grund ohne Verkehr schleust euch aus der Stadt. Traut euch in die Feldwege einzubiegen, der nächste Orientierungspunkt naht bestimmt. Die Blicke schweifen bei Kaiserwetter bis nach Tschechien zu erloschenen Vulkankegeln oder regionalen Aussichtspunkten wie dem Keulenberg oder den Tafelbergen der Sächsischen Schweiz.

Gravelbike-Fahrer werden mit solch tollen Aussichten belohntFoto: Markus Weinberg

Der neue Trend zum Gravelbike holt die Ferne in greifbare Nähe. Er entstand vor langer Zeit in den USA und begeistert erst seit wenigen Jahren auch die Radfahrer in Deutschland und Europa. Gerade die aktuelle Corona-Pandemie weckt das Interesse an regionalen Urlauben und einem neuen Körper- und Gesundheitsbewusstsein. Vom sportiven Packesel mit Taschen, Zelt und Wanderschuh für die Wochenendtour bis zum reinrassigen Sportross mit sattem Vortrieb für Höchstleistungen auf losem Kies vereint diese neue Gattung zwischen Mountainbike und Rennrad das Beste beider Welten. Auch technisch ungeübte Fahrer müssen sich vor Waldwegen, Forstautobahnen oder kleinen Wiesentrails nicht fürchten: Mit mehr Agilität durch geringeres Gesamtgewicht und begrenzter Gepäckkapazität an Rahmen, Lenker und Sattelstütze kann man sich aus seinem Alltag mit einem neuen Ausstattungs-Minimalismus ein Maximum an Fahrspaß und Intensität ermöglichen. Das schwere Trekkingrad für den Arbeitsweg darf also gern etwas abspecken.

Unvergessliche Momente beim GravelbikenFoto: Markus Weinberg

Bei der Routenplanung sind dir gängige Apps und Websites behilflich: lade dir deine Strecke auf einen Fahrradcomputer oder das Smartphone (mit Halterung einfach auf den Lenker schnallen) und starte dein Abenteuer. Wer das Fahrziel noch nicht vor Augen hat: in der Suchfunktion werden Touren vorgeschlagen. Gute Bewertungen, exakte Tourentitel & Beschreibungen anderer Hobbysportler, Nutzer oder gar Reiseveranstaltern sind hierbei hilfreich um sich inspirieren zu lassen. Ein wenig Recherche sei also einem Jeden empfohlen um auf gewidmeten, gut befahrbaren Streckenabschnitten die Gegend zu erkunden. Feldwege, Waldstraßen, Naturwege – dort kannst du noch in den Stadtgrenzen etwas Neues erleben.

Ein Beispiel wie man Sachsens Dächer erfahren kann, ist die dreitägige Tour „Dirty Saxony“ welche zur Gravelserie www.dirty-gravel.de gehört. Dahinter steht die Guidingfirma „TransOst“, die ihren Sitz in Dresden hat. Ihr Geschäftsführer Markus Weinberg war Rad-Profi. Als Spross der Region hat er sich bereits in seiner aktiven Profi-Karriere zwischen Studium und Rennveranstaltung das Relief um Dresden zu Nutze gemacht: „Früher war ich oft im Zittauer Gebirge klettern, als Rennradprofi gehörte die Lausitz und das Dresdner Umland zur täglichen Dosis Frischluft. Heute widme ich mich – dem Namen TRANSOST entsprechend – den Geländetouren mit dem MTB und Gravelbike in Richtung Osten. Eigens veranstaltete MTB-Rennen wie der Heide-Marathon Dresden wecken noch immer die Sportskanone in mir. Hierbei ist vor allem das Dresdner Umland, aber auch das Erzgebirge und die Gebirgszüge durch Tschechien und Polen bis ans Schwarze Meer mein Einzugsgebiet. Ich bin quasi mit jedem zweiten Baum oder Wurzel per Du“, schmunzelt er.

Mit dem Gravelbike durch die sächsischen WälderFoto: Markus Weinberg

Ob Zugereister, Urlauber oder gebürtiger Dresdner: Wer routiniert die Rad-Kurbel dreht, wird sich auf dem MTB und Gravelbike bei Markus und seinem Team in bester Gesellschaft fühlen und seine Umgebung ganz neu kennenlernen. Das Rauschen des Waldes, knackige Anstiege, rasante Abfahrten und entlegene Spots durch die Felsklüfte der Sächsischen Schweiz lassen das Herz wahrer Radabenteurer höher schlagen.

Weitere Infos zur Tourenserie unter anderem durch das Bergland Sachsens vom Fichtelberg bis zur Europabrücke in Görlitz (DIRTY SAXONY am 25.-27.06. sowie 20.-22.08.2021) und weiteren Editionen nach Tschechien findet man auf www.transost.de.

Angekommen in GörlitzFoto: Markus Weinberg

Christian Hacker

Ein Kommentar

  1. Eine Fahrradtour ist echt super, mit einem Elektrobike kann man echt gemütlich, emissionsfrei und zügig durch die Natur finden. Beste Grüsse

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