Fahrradtour im Leipziger Neuseenland

Drei Journalistinnen, ein Hund und ich mit Rädern unterwegs im Südraum Leipzig

von Katja Thieme

Gefühlte 40 Grad Hitze liegen über dem Markkleeberger und Störmthaler See. Meine Gäste wollten es trotzdem wissen: 3 Journalistinnen und eine Dackelmischlings-Hündin aus Berlin und Umgebung waren Ende August angetreten, um mit mir den Südraum von Leipzig zu erkunden. Start auf den geliehenen Rädern war am Seepark Auenhain. Schon allein meine kurze Einführungsrunde in die Entwicklung dieser besonderen, ehemaligen Tagebaulandschaft wurde zur schweißtreibenden Angelegenheit. Mit vielen Wasserflaschen ausgestattet, rollten wir schließlich halb 10 vom Hof und vorbei am Kanupark Markkleeberg,  wo die Mädels am Tag zuvor schon ein riesen Abenteuer im wilden Wasser erleben durften – ohne Dackeldame Wilma versteht sich. Deshalb verweilten wir nicht lange, denn schließlich wollten wir auf unserer 27 Kilometer langen Tour noch weitere Besonderheiten der neuen Seenlandschaft entdecken. Den Bergbau-Technik-Park mit seinem riesigen Kohlebagger zum Beispiel.

Nach großem Staunen über den Riesen ging es weiter. Wer übrigens glaubt, dass die Radwege hier immer schön an den Seen entlang flach verlaufen, der irrt gewaltig. Das mussten Heidi, Regina, Conny und Dackel Wilma (im Körbchen am Lenker mit rotem Kopftuch  – lustig) schnell feststellen und kräftig in die Pedale treten. Immer der Sonne entgegen, machten wir deshalb nach einigen Kilometern am Störmthaler See einen Stopp, um uns und Wilma eine Abkühlung zu gönnen. Cool, das es einfach möglich ist, vom Rad abzusteigen und ins Wasser zu springen. Herrlich, 24 Grad Wassertemperatur! Das hat uns tatsächlich so erfrischt und wieder belebt, dass wir den nicht weniger anstrengenden Weg zur Mittagspause gut durchhielten. Hier, am Dispatcherturm, haben wir uns erst einmal mit Elektrolyten versorgt, um anschließend auf die Fähre zu steigen und mitten auf dem Störmthaler See der Vineta einen Besuch abzustatten.

Der Blick vom vor sich hin tuckernden Schiff auf dem Wasser in die hügelige Bergbaulandschaft ist äußerst attraktiv. Man kann von hier beispielsweise  schmetterlingsförmige Kunst am Ufer erkennen, die bei einer Seeumrundung an Land  leider verborgen bleibt. Auf der Vineta selbst haben wir gemeinsam mit anderen wissensdurstigen Passagieren alles Wichtige über diese schwimmende Insel erfahren. Zum Beispiel, dass dieser nur mit der Fähre bzw. mit Booten erreichbare Ort an die durch den Braunkohleabbau weggebaggerten Ortschaften erinnert. Wir wissen jetzt außerdem, dass man hier auch ganz romantisch heiraten und feiern kann.

Mit erfrischendem Seewind im Gesicht erreichten wir nach einer  reichlichen Stunde wieder Festland und stiegen auf unsere Räder. Deren Sattel waren inzwischen so heiß geworden, dass wir uns kaum draufsetzen konnten… Aber wir hatten noch eine große Etappe zurück zum Seepark Auenhain vor uns. Also: Vorwärts! Immer wieder legten wir an den Attraktionen des Störmthaler Sees kleine Stopps ein. So wanderten unsere Blicke zum Ferienresort Lagovida. Wir träumten vom sprichwörtlichen Leben am See. Etwas später, immer noch am Störmthaler See bei Güldengossa, träumten wir von einem Glas Wein, denn hier, mitten in der Tagebaulandschaft wächst tatsächlich Wein! Erst ganz am Ende unserer hitzigen Tour ging bei der Einkehr in die Seeperle, dem Restaurant im Seepark Auenhain, unser Traum von einem kühlen Tropfen Rebensaft in Erfüllung. Die Wasservorräte haben wir übrigens  komplett aufgebraucht…

Ein lustiger und gelungener, aber auch echt schweißtreibender Tag ging zu Ende. Er wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben. Heidi, Regina, Conny und Wilma kriegen von mir dafür ein besonders großes Dankeschön. Und weil die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen diese Tour mit mir organisiert hat, geht an Ines ein extra Dankeschön.

Avatar
TMGS-Bloggerin Susann

  Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.