Radelnd durch Plauen

Eine Spätsommer-Radtour durch das Vogtland

Aktivurlaub ist genau euer Ding? Und angesichts des wundervollen Spätsommerwetters habt ihr eure Badesachen auch noch nicht weggepackt? Warum nicht beides verbinden – zum Beispiel im Vogtland, wo euch Wanderwege und Radrouten entlang der Stauseen und Flüsse zu einzigartigen Erlebnissen einladen.

Wir wollen euch heute eine kleine Radtour von der Talsperre Pirk zur Talsperre Pöhl vorstellen und euch zeigen, was es dort abgesehen von kühlem Nass sonst noch zu erleben gibt. Ob ein Wochenende oder eine ganze Woche – das entscheidet ihr. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es an beiden Stauseen ausreichend, wobei vom Campingplatz über Ferienwohnungen bis zur Pension alles dabei ist.

Sonnenaufgang im VogtlandFoto: Archiv TVV, Tino Peisker.

Gemütlich bis anspruchsvoll – der Elsterradweg

Die Radtour beginnt in Oelsnitz, wohin ihr bequem mit dem Zug anreisen könnt. Bevor ihr losdüst, solltet ihr der über der Stadt thronenden Burg Voigtsberg mit ihrem Teppichmuseum einen Besuch abstatten. Aber verweilt nicht zu lange! Denn der Legende nach wurden die Einwohner der „Sperkenstadt“ einst in Spatzen verwandelt. Bevor euch das passiert, startet ihr lieber auf den Elsterradweg. Dieser führt etwa 250 Kilometer entlang der Weißen Elster – von der Quelle in Tschechien bis zur Mündung in die Saale bei Halle. Der Abschnitt zwischen Oelsnitz und Pöhl verläuft rund 39 Kilometer oberhalb des Flusstales durch kleine Dörfer und die idyllische Natur der Vogtländischen Schweiz.

Radfahren an der ElstertalbrückeFoto: Archiv TVV, C. Beer

 

 

Talsperre Pirk: Naherholung pur

Zunächst fahrt ihr an der Talsperre Pirk entlang. 1939 eingeweiht, hat diese eine Größe von etwa 152 Fußballfeldern und eine Uferlänge von circa zehn Kilometern. Dank der frischen, klaren Luft und der vielseitigen Naturlandschaft gelingt es euch hier sicher schnell, den Kopf freizubekommen. Wenn ihr direkt Lust habt, ins Wasser zu springen, biegt ihr an der Staumauer ab und auf geht’s zum Strand! Hier erwartet euch ein sensationeller Panoramablick in die vogtländische Mittelgebirgslandschaft. Der schöne, flache Badestrand eignet sich auch für kleine Gäste hervorragend. Wieder zurück auf dem Elsterradweg geht es immer an der Weißen Elster entlang bis in die Spitzenstadt Plauen.

Morgenstimmung an der Talsperre PirkFoto: Archiv TVV, T. Peisker

Plauen? Spitze!

Dort könnt ihr euren nächsten wohlverdienten Halt machen. Die historische Altstadt mit Renaissance-Rathaus, dem neu gestalteten Altmarkt und der Johanniskirche lädt zum Bummeln und Entdecken ein. Und entdecken könnt ihr hier so einiges. Denn Plauen entwickelte sich im Mittelalter zu einem florierenden Handelszentrum und wurde ab dem 18. Jahrhundert ein bedeutender Standort der sächsischen Textilindustrie. Weltberühmt damals wie auch heute ist die Plauener Spitze. Plant auf jeden Fall einen Besuch im einzigartigen Spitzenmuseum ein. Dort könnt ihr nicht nur Mode bestaunen, sondern auch mehr über die Geschichte dieses weltbekannten Stoffes erfahren.

Plauen Altmarkt mit Blick auf das RathausFoto: Andreas Wetzel

Wandern und Radeln in Wassernähe

Weiter geht es auf dem Elsterradweg immer am Fluss entlang bis nach Röttis. Hier wartet ein weiteres Highlight auf euch: die Elstertalbrücke, die mit 12 Millionen verbauten Ziegelsteinen zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt. Am Fuß der zweiten Bogenetage kann die Brücke heute über einen Wanderweg begangen werden. Wenn ihr euren Drahteseln eine Pause gönnen wollt, könnt ihr von hier aus auch eine kleine Wanderung durch das wildromantische Triebtal mit seinen mit Moos überzogenen Felsen unternehmen. Zurück an der Elstertalbrücke heißt es dann wieder in die Sättel und auf in Richtung Pöhl, von wo aus ihr im Uhrzeigersinn einmal um die Talsperre herumradelt. Dabei bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf den Stausee und Möglichkeiten, die Füße ins Wasser zu halten.

Die Elstertalbrücke vom Rad aus erlebenFoto: Archiv TVV, Christoph Beer

Aktiv am Wasser – im „Vogtländischen Meer“

Rund um das „Vogtländische Meer“ bleiben aber auch bei der weiteren Freizeitgestaltung in und auf dem Wasser keine Wünsche offen. Auf See wagen könnt ihr euch etwa bei einer einstündigen Schiffsrundfahrt. Wenn ihr lieber euer eigener Kapitän seid, könnt ihr aber auch im Segelboot oder auf dem Surfbrett mit der Kraft des Windes über die Talsperre hinwegrauschen. Die dazu nötige Ausrüstung gibt es bei Papa Jo – ebenso wie zwei- bis vierstündige Kurse für die Anfänger unter euch. Oder wie wäre es mit einer wilden Kletterpartie – in Mitteldeutschlands größtem Kletterwald, dem „Kletterwald Pöhl“, der unter anderem mit einer 180 Meter langen Seilbahn über den Stausee aufwartet. Bei den verschieden schweren Parcours ist für jeden etwas dabei, egal ob Anfänger oder Profi.

Ist euer Urlaub dann zu Ende, kommt ihr vom Bahnhof in Pöhl unkompliziert nach Hause.
Und es heißt Tschüss bis zum nächsten Mal – dann vielleicht auf dem Vogtland Panorama Weg!?

Die Talsperre Pöhl wird auch das „Vogtländische Meer“ genannt.Foto: Archiv TVV, S. Theilig

TMGS-Blogger Ben
TMGS-Blogger Ben

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