Und weiter geht's - Die Dresdner Altstadt verabschiedet sich

Elberadweg – Romantisches Genuss-Radeln durch Sachsen

Lasst euch verzaubern von der malerischen Landschaft entlang eines der abwechslungsreichsten Fernradwege Deutschlands. Von Bad Schandau bis ins sächsische Torgau (und natürlich bis zur Mündung) bietet euch der Elberadweg ein beeindruckendes Naturschauspiel aus bizarren Felsformationen, sanften Hügelketten und unberührten Flussauen. Historische Städte wie Dresden und Meißen laden mit ihren kulturellen und kulinarischen Höhepunkten dazu ein, vom Sattel zu steigen und sie zu erkunden.


Einer der schönsten Abschnitte des insgesamt 1 260 Kilometer langen Elberadwegs führt euch aus der Sächsischen Schweiz, durch das Herz Sachsens bis zur Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die traumhafte Strecke vom Kurort Bad Schandau bis in die Renaissancestadt Torgau ist ein Muss für alle Zweiradromantiker. Vor euch liegen knapp 153 Kilometer die darauf warten, beradelt zu werden.

Der Elberadweg im Elbsandsteingebirge

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Frisch und munter geht es los

Vor dem Start eurer Tour in der Sächsischen Schweiz ist ein Besuch in der Toskana Therme Bad Schandau genau das richtige, um euch locker und ausgeruht auf die Radstrecke zu begeben. Der Kurort bietet mit seinen Wellness-, Yoga- und Badeangeboten alles für einen erholsamen Aufenthalt in schönster Natur.

Und dann geht es auch schon auf den Elberadweg. Mit dem Rad verlasst ihr das sächsische Elbsandsteingebirge in Richtung der „Sächsischen Weinstraße“. Dort wachsen an steilen Weinbergen entlang der Route knorrige Weinreben, deren kostbare Früchte bald schon in edle Tropfen verwandelt werden. Nachdem ihr die ersten Kilometer zurückgelegt habt, baut sich vor euch bald das imposante Wasserpalais Schloss Pillnitz, das direkt an der Elbe gelegen ist, auf. Besonders im Frühling ist die wunderschöne Gartenanlage des knapp 300 Jahre alten Schlosses eine Augenweide. Es blüht, wohin ihr schaut. Genießt einen Spaziergang durch den historischen Park und ergötzt euch an seiner Vielfalt. 

Es blüht im Schlossgarten auf Schloss PillnitzFoto: Sylvio Dittrich

Schon bald darauf erkennt ihr das baulich sehr von König August dem Starken geprägte Bild der Stadt Dresden. Hier angekommen erwartet euch die barocke Vielfalt der Altstadt mit ihren weltberühmten Bauten, wie dem königlichen Zwinger oder der atemberaubenden Semperoper.

 
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Stolz ragt auch die wiederauferstandene Frauenkirche empor, in deren Schatten ihr wohlverdient eine leckere Dresdner Eierschecke genießen könnt. Die Dresdner Kuchenspezialität findet ihr in fast jedem Café in der Innenstadt – ein Kännchen Kaffee dazu darf natürlich nicht fehlen. So schmeckt Sachsen!

Richtung Pillnitz fährt man durch üppige Elbwiesen.Foto: DEU/Sachsen/ (Elberadweg Süd)

Alte Burgen und edles Geschirr

Beeindruckt von der Pracht des Elbflorenz? Aber es gibt noch so viel zu sehen und daher radelt ihr weiter auf dem Elberadweg in Richtung der Stadt Meißen. Unterwegs passiert ihr die Villen- und Gartenstadt Radebeul, deren Weinberge das Elbufer schmücken. Lust auf einen genüsslichen Abstecher? Dann ab zum Schloss Wackerbarth, Sitz des Sächsischen Staatsweingutes und Sachsens älteste Sektkellerei. Hier, im ersten Erlebnisweingut Europas erlebt ihr sächsische Weintradition mit allen Sinnen. Ob Wein- oder Sekt-Führung oder Weinbergwanderung – der Genuss steht immer im Mittelpunkt.

Genussvoll geht es auch weiter auf dem Elberadweg. Denn im Weinanbaugebiet entlang der Strecke findet ihr auch sogenannte Straußwirtschaften und Lokale, in denen ihr zur Rast einkehren könnt. Dort stärkt ihr euch mit lokalen Köstlichkeiten für die weitere Fahrt nach Meißen.

Weinterassen am Radebeuler Elbufer - Darüber liegt das SpitzhausFoto: Ben Walther

Was für ein Anblick! Schon von Weitem seht ihr die Albrechtsburg in Meißen mit ihren hohen Türmen sowie den Dom zu Meißen und dann gehts auch schon hinauf. Hoch über der Stadt werdet ihr mit einer herrlichen Aussicht auf das Tal und die Elbe belohnt. In der Burg im spätgotischen Stil fühlt ihr euch wie in der Zeit zurückversetzt. Im Burgmuseum erfahrt ihr alles zur ersten im deutschsprachigen Raum erbauten Schlossanlage.

Wusstet ihr: In Meißen hat ein ganz besonderes Produkt seinen Ursprung. Der Herstellungsort des weltbekannten Meissener Porzellans bietet mit seiner Manufaktur und dem anliegendem Porzellanmuseum Einblicke in die Historie und Besonderheit der Herstellung des edlen Geschirrs. Definitiv einen Besuch wert!

Den Dom zu Meißen im Blick – auf dem ElberadwegFoto: TMGS | Achim Meurer

Meister der Teigspezialitäten

Um viele Eindrücke reicher verlasst ihr das traumhafte Meißen und macht euch auf den Weg. Kurz hinter dem Ortsausgang liegt Schloss Proschwitz, das älteste private Weingut Sachsens. Die Vinothek des über 300 Jahre alten Weingutes bietet neben erlesenen Weinen auch feine Brände aus der Meissener Spezialitätenbrennerei für ihre Besucher. 

Der Radweg führt euch weiter entlang „Sachsens Riviera“, einer wunderschönen Strecke des Elblandes, geschmückt mit den Adelsgütern Schloss Seußlitz und Schloss Hirschstein. Auch hier wird Wein großgeschrieben und die „Elbweindörfer“ Hirschstein, Diera-Zehren und Nünchritz tragen diese Bezeichnung zu Recht mit Stolz.

Der Genuss begleitet uns auf dem Elberadweg ständig. In Riesa erlebt ihr nun die Welt der Nudeln. Im Nudelcenter der Teigwaren Riesa erfahrt ihr vieles zur Hundertjährigen Geschichte des regionalen Herstellers. Und wenn ihr von so vielen Entdeckungen Hunger bekommt, lohnt sich ein Besuch im Restaurant „Makkaroni“.

Radfahrerin an der ElbeFoto: TMGS | Achim Meurer

Die Renaissance lebt

Kaum zu glauben, aber schon geht es auf die letzte Etappe des sächsischen Elberadwegs. Von Riesa bis zur Renaissancestadt Torgau sind es nur noch knapp 40 Kilometer. Eine weitestgehend flache Strecke liegt vor euch und mit gutem Wetter lässt es sich doppelt so einfach radeln – Die Elbe als treuer Begleiter immer zu eurer Seite.

Seid ihr in Torgau angekommen, gönnt ich euch eine wohlverdiente Pause. Und erkundet dann die am besten erhaltene Rennaissancestadt Deutschlands.

Das wunderschöne Schloss Hartenfels, mit seiner atemberaubenden Wendeltreppe, gibt tiefe Einblicke in die Geschehnisse zur Reformationszeit. In der Ausstellung „Torgau.Residenz der Renaissance und Reformation“ taucht ihr ein in die Zeit Martin Luthers und der ersten Protestanten. Die Schlosskapelle ist ein ganz besonderes Wahrzeichen, denn sie ist der erste evangelische Kirchenneubau und wurde einst von Martin Luther selbst eingeweiht. 

In der Abenddämmerung erstrahlt Schloss Hartenfels in besonderem LichtFoto: Andreas Franke

Malerische und genussvolle Fahrradmomente erwarten euch auf dem Elberadweg in Sachsen. Haben wir euch überzeugt? Dann auf geht’s! Die Tour zu planen, macht mindestens genauso viel Spaß wie das eigentliche Radeln. 

Unser Tipp: Wenn ihr die Tour ganz unkompliziert antreten möchtet, wendet euch an den Reiseveranstalter AugustusTours in Dresden. Das Angebot für eine acht-tägige Tour führt euch auf 260 Kilometern von Bad Schandau über Dresden, Meißen, Riesen, Torgau und dem niedersächsischen Wittenberg nach Dessau. Wer sich länger an einem der Orte aufhalten möchte, hat die Möglichkeit eine Zusatznacht einzulegen. Bei Bedarf übernimmt AugustusTours auch den Transport eures Gepäcks, damit ihr unbeschwert das Elbland genießen könnt.

Mit euren besten Bildern könnt ihr euch gleich an unserem Frischluft-Blog Gewinnspiel beteiligen!

Macht mit! 

Foto-Gewinnspiel Frischluft-Blog 2019Foto: Laura Jankowski | Blueberry PhotoArt

TMGS-Blogger Tom
TMGS-Blogger Tom

Ein Kommentar

  1. Pingback: Zwei Flüsse, Zwei Räder – Den Oder-Neiße-Radweg entdecken – Frischluft. Der Aktiv-Blog.

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