Elstertalweg im Vogtland

Mit Wanderschuh und Rückenwind durchs Vogtland

Für Wanderer war das Vogtland schon immer eine perfekte Wahl, doch seit dem Siegeszug der E-Bikes lernen immer mehr Radler die Geheimnisse des grünen Berglandes kennen und lieben.

Wer das ganze Vogtland zu Fuß erkunden möchte, muss sich viel Zeit nehmen – etwa für den Vogtland Panorama Weg mit seinen 225 Kilometern. Er beginnt an der berühmten Göltzschtalbrücke, der größten Ziegelsteinbrücke der Welt, und führt in zwölf Tagesetappen durch die schönsten Ecken des Vogtlandes. Doch für den Einstieg genügt vielleicht auch der Teilabschnitt durch den „Musikwinkel“.

Musikalische Natur-Tour – Etappe Vogtland Panoramaweg

Insgesamt 54 Kilometer in fünf Etappen liegen vor den musikalischen Wanderern, die rund um die Städte Markneukirchen und Klingenthal unterwegs sind. Auf dem ersten Abschnitt zwischen Breitenfeld und Wohlhausen lockt „Hüttels Musikwerkausstellung“ und ein Besuch bei Metallblasinstrumentenbau Voigt gibt spannende Einblicke in ein seltenes Handwerk. Der zweite Wandertag endet in Erlbach, wo sich ebenfalls viel um den Musikinstrumentenbau dreht und führt durch Markneukirchen, das Herz des Musikwinkels. Das Musikinstrumenten-Museum im barocken Bürgerhaus „Paulusschlösschen“ gehört hier zum Pflichtprogramm und vielleicht tönt es ja auch gerade lieblich aus der Musikhalle? Tag drei steht ganz im Zeichen der Natur: Auf dem „Balkon des Vogtlandes“ geht es nach Schöneck und die wechselhaften Aussichten lassen die Wanderer immer wieder innehalten und die grüne Schönheit der Region genießen. Ein weiterer und durchaus besonderer Ausblick erwartet die Panoramawanderer am nächsten Tag in Klingenthal: Von der modernen Skisprungschanze der Vogtland Arena bietet sich ein traumhafter Blick auf die Umgebung. Der Ort selbst führt seine Besucher in die Kunst des Akkordeon- und Mundharmonikabaus ein, die hier schon lange gepflegt wird.
Startpunkt der letzten Etappe ist Mühleithen, von wo es zuerst zum Schneckenstein geht und dann in das romantische Flößerdorf Muldenberg, wo die Tradition des Scheitholzflößens bis heute lebendig gehalten wird.

Elektrischer Rückenwind

115 Kilometer auf und ab – das ist der Musikantenradweg rund um Adorf, Markneukirchen und Klingenthal. Noch vor wenigen Jahren hätte sein Streckenprofil allenfalls Mountainbiker in die Region gelockt, aber das ist heute anders. Denn fast 30 Stationen für E-Bike-Verleih oder Akkutausch machen das Vogtland zur „Rückenwind-Region“ und nimmt den Anstiegen ihren Schrecken. So können sich heute auch weniger trainierte Radler auf den Weg machen, um etwa die Geschichte der Orgelbauerfamilie Trampeli aus dem 18. Jahrhundert zu erkunden und einer ihrer Orgeln in St. Laurentius zu Landwüst bei Markneukirchen zu lauschen. Im Musikinstrumenten-Museum der Stadt erleben die Musikantenradler lebendig und klangvoll die Geschichte der Markneukircher Instrumentenbauer. Im nahen Örtchen Zwota steht der Harmonikabau im Zentrum und mehr als 30 Handwerksbetriebe für Zupf-, Streich- und Blasinstrumente prägen das kleine Erlbach.

Wer dann noch Wadenkraft oder Akkupower hat, radelt weiter bis zum entspannenden Finale der Tour: In den Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach erwachen die Lebensgeister der Radler im warmen Wasser oder bei einer Massage wieder. Und in der Zwischenzeit kann der Fahrradakku laden.

 

 

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