Ausflug zum Leipziger Neuseenland

Neues Glück, neue Seen – Leipzig Region

Am südlichen Ende von Leipzig beginnt die Natur, auch wenn diese noch ziemlich neu ist. Einst baggerten dort gigantische Maschinen Braunkohle aus dem Boden, in einem Gebiet, das heute Kite-Surfer, Wildwasserpiraten und Radler anlockt – das Neuseenland.

Neuseenland-Radroute

Zwischen Markkleeberg und Wittenberg sorgte das mitteldeutsche Industrierevier einst für viele Jahrzehnte für Licht und Wärme bis nach Berlin. Von hier stammen weltweit verbreitetet technische Innovationen und Köpfe wie Walther Rathenau und Hugo Junkers schrieben hier Industriegeschichte. Die Erinnerungen an dieses „Wirtschaftswunderland“ sind verblasst, und eine spektakuläre Verwandlung ist in Gang gekommen. Eine neue Landschaft mit Seen und viel Grün bildet die Kulisse für riesige Tagebaubagger und ist heute ein Magnet für Wassersportler und Kite-Surfer, so wie der Cospudener See, südlich von Leipzig. Außerdem schätzen Radler das flache Höhenprofil der Region für seine unzähligen Tourenvarianten.

Auf Rädern durch das Neuseenland bei Pegau

Die Leipziger Tieflandbucht ist eine geeignete Region für Genussradler. Die populäre Neuseenland-Radroute bei Pegau bietet weniger sportliche Herausforderungen als kulturelle Vielfalt. Auf 100 km führt die gut beschilderte Route durch eine flache Landschaft. Vielfältige kulturelle Schätze, wie das Barockschloss Güldengossa, und Seen, wie der Störmthaler See, werden passiert, der sich für einen Zwischenstopp mit einer Tour mit dem Amphibienfahrzeug eignet. Von dort geht es zur Ruine Wiprechtsburg und zum Großstolpener See in Groitzsch. In Pegau kann man die St. Laurentiuskirche besuchen oder durch den einstigen Klostergarten spazieren. Das Highlight der Stadt ist auch das Barockschloss Wiederau.
Am Cospudener See mit einem herrlichen Strand und schönen Cafés erreichen die Neuseenland-Radler Trubel und beste Seesommerstimmung. Die Rundreise endet schließlich am Ausgangspunkt, dem Markkleeberger See, wo man sich auf eine besondere Abkühlung freuen darf…

Erlebnis in wildem Wasser

Wie kann es mit acht Menschen in einem Schlauchboot gut gehen? Mit einem Bootsführer im Kanupark Markkleeberg, auch wenn bei dem Abenteuer nichts trocken bleibt. Seinen Kommandos aus dem Heck, wie „Rechts vorwärts, links rückwärts!“ muss man als unerfahrener Leichtmatrose nachkommen, zumindest wenn man heil durch die Stromschnellen kommen möchte. Denn der Kanupark ist auch das Trainingslager für die deutsche Kajak-Elite und somit nicht leicht zu beherrschen, denn es schieben sich pro Sekunde 10000 Liter Wasser durch den Betonkanal. In Stromschnellen kann es schon passieren, dass das ganze Boot von einer Welle geflutet wird. In so einer Situation graben sich die Paddel flink in tosende Strudel.
Die Teilnehmer werden nicht nur von Wasser sondern auch vom Schweiß nass, schon bevor die Guides die rhetorische Frage nach einem Kentermanöver stellen. Das Boot treibt langsam rückwärts auf eine Wasserwalze zu, ehe es den Bug plötzlich nach oben reißt und das wilde Wasser das vollbesetzte Heck in die Tiefe zieht. Inmitten von Wasser, Armen, Paddeln und Helmen, heißt es nun schwimmen, ehe man die Wasseroberfläche erreicht hat und ans Ufer kraulen kann. Geschafft! Nur noch einfach tief durchatmen. Noch weitere zwei Runden durch das Wildwasser und dann zur letzten Fahrt zum Bootslift. Was für ein Spaß!

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