Unterwegs im Sächsischen Obstland

Radeln auf der Obstland-Route: Eine Tour für Genießer

Da läuft mir doch das Wasser im Mund zusammen! Und euch sicher auch, wenn ihr erst einmal auf der Obstland-Route bei Grimma radelt. Die Strecke führt euch durch das Sächsische Obstland, vorbei an üppigen Apfel- und leuchtenden Birnenbäumen, an saftigen Pflaumen, Erdbeeren und vielem mehr so weit das Auge reicht – natürlich je nach Saison. Lust auf eine appetitliche Runde?

Reife Äpfel im Sächsischen ObstlandFoto: Andreas Schmidt

Für Liebhaber fruchtiger Genüsse ist diese Tour durch das Sächsische Obstland genau das richtige. Auf 67 Kilometern zwischen den Orten Dürrweitzschen, Mügeln und Leisnig fahrt ihr entlang weitläufiger Obstplantagen sowie geschichts- und kulturträchtiger Orte in einer der schönsten Gegenden Sachsens. Je nachdem wieviel Zeit ihr euch nehmt, könnt ihr die Strecke als Rundweg oder in drei Teilrouten – Obstland aktuell, Geschichte des Obstanbaus, Spirituelles rund ums Obst – erkunden. Auf diese Weise erlebt ihr das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Sachsens in all seinen Facetten.

Eine Route, vier Varianten

Die Hauptroute verbindet auf 67 Kilometern die Orte Mügeln, Leisnig und Dürrweitzschen und gleichzeitig auch den Mulderadweg und die regionale Döllnitztal-Radroute. Die Teilrouten sind mit 20 bis 30 Kilometern deutlich kürzer. Auf der Teilroute Obstland aktuell erhaltet ihr Einblicke in die Produktionsabläufe der Obstbauern. Ihr startet in Leipnitz und fahrt entlang zahlreicher Obstplantagen, auf denen jährlich etwa 40 000 Tonnen Kern-, Stein- und Beerenobst reifen. Ihr könnt sogar an einer Plantagen-, einer Kühllagerhaus- oder einer Kelterei-Besichtigung teilnehmen. Meldet euch beim Förderverein Obstland e.V. für die Führungen an und erfahrt aus erster Hand, was es heute bedeutet, als Obstbauer zu arbeiten. 

Auf der Obstland-Route gibt es viel zu entdecken.Foto: Andreas Schmidt

Auf der zweiten Teilstrecke – Geschichte des Obstanbaus – begebt ihr euch auf die Spuren der landwirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Los geht diese Runde in Börtewitz, von wo aus ihr weiter nach Glossen fahrt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr mit der Schmalspurbahn Wilder Robert die Reise bis Mügeln auf Schienen fortsetzen; oder erfreut euch einfach von fern am Schnaufen der Lok. In der Kleinstadt genießt ihr einen Bummel durch den mittelalterlichen Stadtkern. Anschließend fahrt ihr nach Sornzig, wo Siegfried von Mügeln 1241 das Kloster St. Marienthal gründete. Die Zisterzienserinnen führten damals den Obstbau ein. Noch heute liegt das Klosterensemble inmitten einer Parklandschaft mit Obstwiesen. Die dritte Runde führt euch zu mehreren spirituellen Orten. Nachdem ihr in Strocken gestartet seid, durchquert ihr mehrere kleinere Ortschaften; durch Fallschütz 
mit seiner Fahrradkirche bis hin zu Klosterbuch mit der Anlage des ehemaligen Zisterzienserklosters St. Marien, welche 1192 erstmals von Mönchen bezogen wurde. Ende der 90er Jahre hauchte ein Förderverein den alten Klostermauern wieder Leben ein. Heute bietet er historische Führungen an, bei denen ihr mehr über das Leben und Wirken 
der Mönche in geistlicher und kulinarischer Hinsicht erfahren könnt. In Leisnig solltet ihr euch etwas Zeit für die mittelalterlich anmutende Altstadt und für einen Besuch der Burg Mildenstein nehmen. Auf dieser stattlichen Feste hatten die Wettiner einst ihren Amtssitz. Anschließend radelt ihr über Polditz und Börtewitz wieder nach Strocken. 

Burg Mildenstein an der Freiberger MuldeFoto: Gabriele Hanke

Seid ihr schon auf den Geschmack gekommen? Entlang der Strecke könnt ihr übrigens bei verschiedenen Einrichtungen Stempel sammeln. Ab drei Stempeln wartet im nächsten Hofladen eine fruchtige Erfrischung auf euch. Mehr Informationen zur Route bietet der Prospekt „Mit allen Sinnen durch das Obstland“, das auch kostenfrei in der Stadtinformation Grimma und im Dürrweitzschener Hofladen erhältlich ist. 

Üppig wächst das Obst im Sächsichen ObstlandFoto: Andreas Schmidt

TMGS-Bloggerin Katharina
TMGS-Bloggerin Katharina

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