Radtour entlang der Elbe

Radreise entlang der Elbe: Von Dresden bis nach Lutherstadt-Wittenberg

von Anett Kühnel

Im Spätsommer letzten Jahres wollte ich kurz mal aus meinem Alltag ausbrechen. Mein Urlaub war noch eine Weile hin, aber die Batterien irgendwie leer. Deshalb nahm ich mir ein paar Tage frei und schaute nach Angeboten, wo ich an der frischen Luft sein könnte. Am Ende entschied ich mich für eine Radtour am Elberadweg von Dresden nach Lutherstadt Wittenberg. Bei der Recherche im Internet stieß ich auf den Reiseveranstalter AugustusTours, der meine recht kurzfristige Buchung gern bestätigte und so stand meinem Urlaub nichts mehr im Weg. An einem Mittwochabend reiste ich also per Zug nach Dresden, und genoss einen herrlichen Abend in der bewundernswerten Stadt. Ich streifte durch die Gassen der Altstadt und genoss ein leckeres Abendessen mit Blick auf die Elbe.

Meine Strecke war auf vier Tagesetappen aufgeteilt, sodass ich jeden Tag genügend Zeit hatte, um mir unterwegs entspannende Momente zu gönnen. Am Donnerstagmorgen startete ich also meine Radtour und verließ Dresden in Richtung Nordwesten. Gleich hinter der Gohliser Windmühle, einer hübschen Windmühle in deren Hof sich heute ein kleiner Biergarten befindet, passierte ich den Dresden Stadtteil Gohlis. Hier hatte mehr als ein Jahr zuvor die Flut gewütet und den Bewohnern das Leben schwer gemacht. Aber mittlerweile waren alle Spuren des Hochwassers beseitigt und der hübsche Ort hatte seinen Charme zurück. Ein paar Kilometer weiter nutze ich die Eisenbahnbrücke Niederwartha und radelte dann rechts der Elbe vorbei an Coswig in Richtung Meißen. Der Elberadweg führt auf diesem Abschnitt idyllisch durch das mittlerweile schon recht breite Elbtal. Recht von mir flogen die Weinberge vorbei, links von mir sorgte ein steil und dunkel aufragender Berg für Abwechslung – herrlich!

Bald schon hatte ich Meißen erreicht. Hier freute ich mich schon den ganzen Tag auf den Stadtbummel durch die engen Gassen der Domstadt. Auch der berühmten Porzellanmanufaktur wollte ich einen Besuch abstatten.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Riesa. Zu Beginn fuhr ich am rechten Elbufer entlang und erreichte schnell die Region Diesbar-Seußlitz. Am hiesigen Schloss Seußlitz legte ich die erste Trinkpause ein. Das Landschloss aus dem 13. Jahrhundert lud mich mit seinem hübschen Barockgarten zu eine entspannten Bummel ein. Um mich herum sangen die Vögel, die Sonne schien warm und ich fühlte mich von Minute zu Minute entspannter. Nachdem ich mit der Fähre auf die linke Elbseite übergesetzt hatte, setzte ich meine Tour durch eine idyllische Felderlandschaft, die immer wieder malerische Blicke auf den Fluss und das Elbtal bot, nach Riesa fort. Nach einer gemütlichen Kaffeepause war es von hier aus nicht mehr weit bis Strehla, wo ich in einem gemütlichen Hotel eincheckte.

Am dritten Tag radelte ich dann von Strehla nach Torgau. An diesem Tag führte mich die Strecke nicht mehr nur am Elbufer entlang. Trotzdem kann ich nicht sagen, die Strecke wäre nicht schön gewesen – im Gegenteil! Mein Weg durch die flache Landschaft führte mich durch bunte Wiesen und Felder nach Belgern. Hier legte ich meine Mittagspause ein und genoss das schöne Wetter auf dem hübschen Marktplatz der Stadt. Am Nachmittag stoppte ich noch kurz an der ersten Deutschen Radfahrer Kirche Deutschlands und kam mit zwei sehr netten Fahrradfahrern ins Gespräch die ebenfalls am Elberadweg unterwegs waren. Sie kamen aus der Richtung wo ich hin wollte, und verrieten mir, dass ich es bis Torgau gar nicht mehr weit hätte. Immerhin, da ich am Nachmittag gern noch das Schloss Hartenfels besichtigen wollte, trat ich gut in die Pedale und flog der Stadt Torgau mit ihrer pompösen Stadtsilhouette entgegen.

Am letzten Tag meiner Kurzreise radelte ich dann nach Lutherstadt Wittenberg. Hier wollte ich schon lange mal hin, und den vielen geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten einen Besuch abstatten – Ich kann nur sagen, es hat sich gelohnt! Auch wenn die letzte Etappe mit 72 Kilometern die längste war, hatte ich am Abend genügend Zeit, um mir die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Es war eine unvergessliche Radtour und ich konnte neue Energie tanken. Ich werde sicherlich wieder mal eine Tour am Elberadweg planen. Vielen Dank auch an den Radreiseveranstalter AugustusTours für die gute Organisation meiner Reise trotz meiner recht kurzfristigen Buchung!

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TMGS-Bloggerin Susann

Ein Kommentar

  1. Hallo ,

    wir fahren auch öfters an der Lutherstadt Wittenberg bei unseren Radtouren vorbei. Letztes Jahr war der Sommer ja so super, da haben wir etlichen Ausflüge entlang der Elbe gemacht. Auch lustige Entdeckungen wie Skelette von Flusskrebsen, sorgen dann für Aufsehen bei den Kindern. So etwas sehen sie ja nicht alle Tage.

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