Radtour zum Cossi

von Karina Wendt

Juhu! Lange haben wir darauf gewartet und nun ist es endlich so weit: die ersten sonnigen Tage des Jahres sind angebrochen. Die Luft riecht nach Frühling. Überall zeigt sich saftiges Grün gepaart mit bunten Blühten. So langsam kann man auch am Wetter fühlen, dass der Sommer nah ist. Für einen aktiven Menschen wie mich, gibt es bei so strahlend blauem Himmel nur eine Sache zu tun: raus aus der Bude und ab an die frische Luft!

Als Leipzigerin habe ich das Glück, dass die schöne Natur nicht fern ist und so habe ich mir flux mein Fahrrad geschnappt und mich auf dem Weg zum Cospudener See gemacht. Mein Weg begann im Clara-Zetkin-Park. An sonnigen Tagen werden die Wiesen des Parks sofort für zahlreiche Picknicks genutzt. Allerorten spannen sich Slack Lines zwischen den Bäumen, der Duft von gegrillten Leckereien fliegt einem in die Nase und hier und da kann man zahlreichen sportlichen Mini-Wettkämpfen folgen. Wer Leipzig nur einen kurzen Besuch abstattet, kann bereits im Clara-Park frische Luft schnappen und es sich mit einem Eis auf der Sachsen-Brücke gemütlich machen, um dem bunten Treiben zu folgen.

Hat man mehr Zeit, lohnt es sich ein Rad zu schnappen und entlang des Karl-Heine-Kanals Richtung Cospudener See aufzubrechen. Nicht lang und man hat das wilde Treiben im Clara-Park hinter sich gebracht und befindet sich inmitten idyllischer Waldwege auf der gut ausgeschilderten Radstrecke.

Kleines Highlight auf dem Weg zum „Cossi“ (wie die Leipziger ihren See gern nennen) ist der Wildpark. Eintritt muss man hier nicht zahlen, um sich Wildschwein, Rehe, Hirsche und allerlei andere Tiere anschauen zu können. Für Familien ist dies ein guter Punkt auf der Strecke, um eine erste Rast einzulegen.

Der weitere Weg zum Cossi führt dann zunächst in den Kees’schen Park. Dieser war Bestandteil einer alten Gutsanlage. Im Frühjahr empfangen den Besucher hier blühende Rhododendron-Büsche und saftig grüne Wiesen. Wen jetzt der erste Hunger überkommt, der kann in dem kleinen Café am Park für ein Eis oder ein Stück Kuchen anhalten: Prädikat – sehr sehr lecker!

Insgesamt ist die Strecke vom Clara-Park bis zum ersten Strand des Cospudener Sees (bei meiner Route war es der Nordstrand) etwa 5-6 km lang. Mit dem Fahrrad eine absolut machbare Distanz. Wer sich jetzt noch fit fühlt, kann in etwa 11 km eine komplette Runde um den Cossi drehen. Die Strecke ist gut ausgebaut und es lohnen sich Zwischenstopps, beispielsweise am Hafen auf der Ostseite des Sees oder dem Aussichtsturm, der sich im Südosten befindet.

An schönen Tagen lohnt es sich in jedem Fall auch das Strandtuch und die Badesachen einzupacken. Bei mir breitet sich jedes Mal ein Gefühl von Urlaub aus, sobald ich das glitzernde Wasser des Sees und die tollen Strände erreicht habe.

Wem jetzt mehr nach ein wenig Wassersport ist, der sollte unbedingt zum Hafen aufbrechen. Hier gibt es Kanus und Tretboote zum Ausleihen. Genauso kann man hier auch Segelboot fahren oder Windsurfen. Auch sehr empfehlenswert ist ein Tauchgang im Cossi – ein vorhandener Tauchschein ist hier natürlich Voraussetzung um im kühlen Nass die Unterwasserwelt zu erkunden.

Für mich ging es bei meiner Tour nach einem leckeren Eis wieder zurück in Richtung Leipzig City. Die Radtour hat inkl. Rundkurs um den See etwa 22 km, kann aber bei Bedarf auch problemlos eingekürzt werden.

Ob ich die Tour wieder machen würde? Na aber sicher doch! Wobei die Auswahl an Seen in Leipzig natürlich sehr groß ist. Wer weiß, vielleicht treibt es mich bei der nächsten Tour ja zum Kulkwitzer See, oder zur Schladitzer Bucht oder oder oder… Das Leipziger Neuseenland hat viel zu bieten.

Karina Wendt

2 Kommentare

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