Absolutes Streckenhighlight - Die Görlitzer Innenstadt

Zwei Flüsse, Zwei Räder – Den Oder-Neiße-Radweg entdecken

Entlang von idyllischen Grenzorten, beschaulichen Kulturstädten und immer der Strömung folgend, nimmt der Oder-Neiße Radweg alle Radelbegeisterten mit auf eine Entdeckungsreise. Von den insgesamt 550 Kilometern des Flüsseradwegs führen knapp 113 Kilometer durch schönstes sächsisches Grenzland. Ihr folgt einem der träumerischsten Grenzwege Deutschlands, von Zittau bis Bad Muskau. Und Polen ist immer nur einen Steinwurf entfernt.

Start im Eck

Dort wo die Grenzen Deutschlands, Polens und Tschechiens zueinander finden, liegt der Startpunkt eurer Tour – im altertümlichen Zittau. Falls ihr Zeit habt, lohnt sich eine frühe Anreise oder sogar ein ganztägiger Aufenthalt, denn die geschichtsträchtige Altstadt hat mit ihrem „Kulturpfad“ einiges zu bieten. Das Rathaus im Stil eines italienischen „Palazzo Grande“ aus dem 19. Jahrhundert und der gegenüberliegende Marsbrunnen, geschmückt mit einer Statue der Gottheit auf einer edel gestalteten Renaissancesäule, verleihen dem Stadtzentrum seinen historischen Glanz.

Auf in die Pedalen! Der Oder-Neiße Radweg wartet.Foto: Marcus Gloger

Nicht zu übersehen ist das im spätklassistischem Stil erbaute Johanneum, mit seinem 56 Meter hohen Glockenturm. Das altehrwürdige Gebäude aus dem 16. Jahrhundert ist seit Errichtung ein Gymnasium und ein echtes Highlight für alle Kultur- und Architekturliebhaber. Für Fans der Dampflok lohnt sich eine entspannte Fahrt mit der Schmalspur-Dampfbahn in die Kurorte des Zittauer Gebirges. In Zittau gibt es einiges zu erleben, bevor ihr euch wieder in den Sattel schwingt.

Start am Rathaus - in Zittau beginnt die TourFoto: Simon Pech

Das Kloster und die Modellstadt

Das erste Stück des Radwegs führt durch Wälder und entlang der Neiße, bevor euch an einer Biegung des ländertrennenden Flusses das erste Kulturhighlight erwartet. Der herrliche Anblick des Barock-Kloster St. Marienthal lässt euch kurz innehalten und die Sicht genießen. In dem Kloster leben auch heute noch Nonnen und brauen nach eigenem Rezept das St. Marienthaler Klosterbräu „St. M“. Wie wäre es mit einem genüsslichen Wegbier?

Das Kloster St. Marienthal ist einen kleinen Abstecher wertFoto: David Schunak

Auch ästhetisch hat das Kloster einiges zu bieten. Das barocke Portal der Abtei ist ein Augenschmaus. Die eleganten Verzierungen aus dem 17. Jahrhundert geben dem Eingang einen ganz eigenen Flair. Ganz in der Nähe liegt die energieökologische Modellstadt Ostritz-St. Marienthal, die sich ganz der Nutzung von regenerativen Energiequellen verschrieben hat. In dem überschaubaren Grenzort lässt es sich in den Cafés der Stadtmitte vorzüglich ausruhen, bevor ihr das wunderbar restaurierte Görlitz ansteuert.

 
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Von Görliwood bis zum Fürstenland

Die Europastadt Görlitz verzückt seine Besucher mit einer malerischen Altstadt. Lasst euch von Gebäuden aus verschiedenen Epochen beeindrucken. Wegen ihrer Schönheit wird die Stadt häufig als Filmkulisse genutzt und hat sich so den Spitznamen Görliwood verdient. Auch kulturell ist Görlitz ein Highlight. Eine Vielzahl an Museen, darunter das Kulturhistorische Museum, das Lausitzmuseum und das Senckenberg Museum für Naturkunde geben Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der Stadt und dessen Bewohner.

Auf der Berliner Straße in Görlitz lässt sich eine schöne Pause einlegenFoto: Rainer Weisflog

Mit der Neiße zur rechten und bereichert mit Kultureindrücken, durchradelt ihr schattige Wälder und offene Heidelandschaft in Richtung Bad Muskau. Das kleine Städtchen ist umgeben von weitreichenden Wäldern, Teichlandschaften und Tälern. Der Muskauer Fürst-Pückler-Park ist als Meisterwerk der klassischen Landschaftsgartenkunst seit 2004 ein UNESCO Weltkulturerbe.

Eine Pause in schönster Ambiente bietet das Neue Schloss Bad MuskauFoto: Marcus Gloger

Die Muskauer Schlossanlagen ergänzen den äußerst gepflegten Park. Das Neue Schloss im Neorenaissancestil beherbergt die ständige Ausstellung zum Leben und Wirken des Parkschöpfers Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Lasst die Räder kurz stehen und genießt einen Spaziergang durch die weitläufige Parkanlage.

Das Neue Schloss im Fürst-Pückler-Park ist ein KulturhighlightFoto: Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau"/Astrid Roscher

Der Oder-Neiße Radweg durch Sachsen ist geschmückt mit Perlen der Kultur. Erkundet die Schönheit des sächsisch-polnischen Grenzgebietes entlang der Neiße. Packt die Fahrradtaschen, ölt die Ketten und schwingt euch aufs Rad!

Aktiv geht es entlang der GrenzeFoto: Marcus Gloger

Unser Tipp: Der Reiseveranstalter AugustusTours aus Dresden bietet eine umfassende Organisation für eine 11 tägige Radtour entlang der Oder und Neiße an. Die Strecke reicht auf 550 Kilometer von Zittau bis nach Usedom – auf dem ihr natürlich alle sächsischen Highlights mit dem Rad entdeckt.

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Foto-Gewinnspiel Frischluft-Blog 2019Foto: Laura Jankowski | Blueberry PhotoArt

TMGS-Blogger Tom
TMGS-Blogger Tom

Ein Kommentar

  1. Pingback: Elberadweg – Romantisches Genuss-Radeln durch Sachsen – Frischluft. Der Aktiv-Blog.

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