Gipfelglück im Erzgebirge

Aktiv-Tipps für die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří

„Glück auf!“, so schallt es seit Jahrhunderten durch das Erzgebirge. Nun gab es einen besonderen Grund zum Glücklich. Denn die „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ erhielt den UNESCO-Welterbe-Titel! Erlebt die Geschichte dieser spannenden Region und der dort verwurzelten Bergbautradition, die eng mit der Entwicklung dieser Kulturlandschaft verbunden ist. Lasst euch von den fünf Tipps inspirieren und entdeckt die Region aktiv!

1. Loslaufen und Abschalten: Auf dem Kammweg

Als Fernwanderweg führt euch der Kammweg Erzgebirge-Vogtland auf 285 Kilometern durch gleich drei Bundesländer auf einen Streich – Bayern, Thüringen und natürlich Sachsen, wo er einen Schlenker über die „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ macht, die erst kürzlich den Welterbetitel erhielt. Während ihr den Weg durch Wiesen, Wälder und entlang beeindruckender Landschaften genießt, lasst ihr eure Gedanken schweifen und die Seele baumeln. Unterwegs entdecken, erkunden und erobern passionierte Gipfelstürmer und Berggenießer ehemalige Steinbrüche und Bergbaugebiete mit verwaisten Wetterschächten und Besucherbergwerken. Vergnüglich wird es auf der Sommerrodelbahn Altenberg bevor ihr weiter zu Naturschutzgebieten mit seltener Flora und Fauna wandert oder Museen und Schauwerkstätten besucht. Der Kammweg bietet alles, was das wander- und schaulustige Herz begehrt!

Mit dem Rucksack das Erzgebirge entdeckenFoto: Rene Gaens

 

2. Durchpowern auf dem Stoneman

Vor der malerischen Kulisse auf zwei Rädern über den Erzgebirgskamm – das bieten euch die Stoneman-Bike-Trails. Die Mountain-Bike-Begeisterten unter euch erwartet auf der Route „Stoneman Miriquidi“ ein 162 Kilometer langes Abenteuer mit 4 400 Höhenmetern! Inmitten von dichten Kiefern- und Buchenwäldern, sprudelnden Quellen und Flüssen, verlassenen Stollen und Bergwerken erkundet ihr auf zwei Rädern das traditionsreiche Erzgebirge! Von Deutschlands höchst gelegenster Stadt aus, dem Kurort Oberwiesenthal, führt euch eure Reise – im wahrsten Sinne des Wortes – über Berg und Tal. Es gilt neun der höchsten Gipfel des Erzgebirges zu erklimmen! Ihr habt euch dem Rennrad verschrieben? Dann geht es für euch ab auf den „Stoneman Miriquidi Road„: ein 290 Kilometer langer Ritt durch das Erzgebirge. Auch hier geht es, entlang der atemberaubenden Landschaft des gewaltigen Gebirgszuges, hoch hinaus – 4 900 Höhenmeter – 13 Rampen, die es in sich haben – der Keilberg – der Fichtelberg und der Bärenstein treiben euch nicht nur den Schweiß auf die Stirn, sondern auch den Adrenalinspiegel in die Höhe. Unterwegs lohnt sich ein Stopp im Kurort Seiffen, wo die jahrhundertealte Handwerkskunst des Reifendrehens und Männelmachens noch heute ausgeübt wird. Als wichtiges Zeugnis der Bergbaugeschichte ist er assoziiertes Objekt der Montanregion.  

Die Route des Stoneman Miriquidi Road führt auch durch Seiffen.Foto: Felix Meyer

3. Jetzt wird’s hammermäßig

Ursprünglich eine Getreidemühle, dann ein Hammerwerk – heute das älteste Schmiedemuseum Deutschlands und eines der beliebtesten Ausflugsziele des Erzgebirges: der Frohnauer Hammer. Als Teil der „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří erfahrt ihr hier viel über die Verarbeitung verschiedener Metalle im Erzgebirge. Wo früher mächtig geschwitzt und hart geschuftet wurde, besichtigt ihr heute auf einem Museumsrundgang das historische Hammerwerk, das originalgetreue Herrenhaus der Hammermeisterfamilie und die dazugehörige Volkskunstgalerie!

Frohnauer HammerFoto: Dirk Rückschloss

Danach erkundet ihr die Umgebung auf dem „Bergbaulehrpfad Frohnauer Weg“. Unterwegs lohnt sich Abstecher zur Schreckenberg-Ruine, von der aus ihr einen wunderbaren Ausblick über Annaberg genießt! Nicht verpassen: das Besucherbergwerk Markus-Röhling-Stolln. Hier erlebt ihr eine Grubenbahnfahrt der Extraklasse und wandelt auf den Spuren des Silber- und Kobaltbergbaus des 17. Jahrhunderts. Der Weg zurück zum Frohnauer Hammer führt euch nicht zuletzt vorbei an der Bergschmiede und dem „1000 Ritter-Stollenmundloch“.

4. Mit dem Rad rund um Marienberg

Die Bergstadt Marienberg verdankt ihre Entstehung reichen Silberfunden, heute gehört sie zur „Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří“. Am besten erkundet ihr die schöne Umgebung mit dem Rad. Auf waldreichen, naturnahen Rad- und Wanderwegen führt euch die Tour zunächst zum Besucherbergwerk Pfedergöpel – Ausstellungen, Führungen, Filmdokumentationen und Schauvorführungen – hier wird die erzgebirgische Bergbaugeschichte für euch lebendig! Weiter geht es in Richtung Mooshaide, bis zum Bergmagazin, dem einzig verblieben im Erzgebirge. Dort entführt euch das „Museum sächsisch-böhmisches Erzgebirge“ in die erzgebirgische Kulturgeschichte. Zurück in der Marienberger Innenstadt empfängt euch der historische Stadtkern und lädt zum gemütlichen Flanieren und Entspannen auf den weitläufigen Marktplatz im Stil der Renaissance ein.

 

5. Bergbaulehrpfad Ehrenfriedersdorf

Als Fans des Altbergbaus – oder als solche die es werden wollen – wird euch der „Bergbaulehrpfad Silberstraße Ehrenfriedersdorf“ begeistern.

Der 13,5 Kilometer lange Rundwanderweg nahe eines der ältesten mittelalterlichen Bergwerke „Zinngrube Ehrenfriedersdorf“ liefert euch Bergwerkhistorie soweit das Auge reicht. Das nötige Know-How für eine Tour durch die historische Zinngrube holt ihr euch am besten direkt vor Ort im Mineralogischen Museum am Sauberg. Unterwegs entdeckt ihr Stollenmundlöcher, alte Richtschächte, bis hin zu Pochwerksruinen. Am Ende der Tour erwartet euch auf dem Greifensteinfelsen in luftiger Höhe ein herrlicher Rundblick über das Erzgebirge!

In der Zinngrube EhrenfriedersdorfFoto: WFE GmbH

TMGS-Bloggerin Katharina
TMGS-Bloggerin Katharina

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