Die Monster sind los!

Bändige das Monster!

von Freja Weihe

Als ich die grünen Dinger sah, dachte ich nur: Probieren! Die Erinnerungen an den geliebten Tretroller meiner Kindheit hatten – außer der Farbe – zwar nichts mit diesem Gefährt da zu tun, aber es heißt ja nicht umsonst „Monsterroller“…
Nun stehe ich hier, am Gipfel des Fichtelbergs. Ich verstehe mit halbem Ohr Worte wie „Scheibenbremse“ oder „15 Kilo schwer“ und irgendwas mit „Vorsicht!“. Ich bin aufgeregt und als ich dem netten Monsterroller-Mann wieder mehr Aufmerksamkeit schenke, sagt er nur noch „Los geht’s! Wir sehen uns in zehn Kilometern…“
Kurze Gedenksekunde, ein Blick auf die fetten Stollenreifen und den Schotterweg vor mir. Passt! Ich gebe meinem Monster Schwung und schon geht die Post ab. Ziemlich schnell, zu schnell – zum Glück fallen mir die Scheibenbremsen wieder ein. Vorsichtig bringe ich den großen Grünen unter Kontrolle und der Spaßfaktor steigt. Waldwege und Splitpisten erobere ich mir Kilometer für Kilometer, fast immer schwungvoll bergab. Manchmal muss ich ein wenig mit Schwung nachhelfen, aber eine Kurve später rollt schon wieder alles von selbst. Trotz kühlem Fahrtwind klebt mein T-Shirt am Rücken, irgendwie strengt es doch an und macht dabei einen Mordsspaß. Viel zu schnell rast mir Neudorf entgegen. Von dort bringt uns die Schmalspurbahn gemütlich nach Oberwiesenthal zurück. Zeit zum Durchschnaufen und im Handy schaue ich verstohlen nach der Nummer meines Orthopäden. Eine Federung haben die Monsterroller nämlich nicht…

 

Avatar
Sachsen Tourismus

  Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.