Historischer Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein

Es weihnachtet sehr: Die Festung Königstein im Advent

von Mandy Decker

Schon von weitem kann man die Festung Königstein erkennen. Erhaben thront sie auf dem gleichnamigen Tafelberg hoch oben über der Elbe, eingerahmt von der rauhen Felslandschaft der Sächsischen Schweiz. Eine wunderschöne Kulisse für einen Weihnachtsmarkt der besonderen Art.

An den Adventswochenenden im November und Dezember nämlich lohnt sich ein Ausflug auf die mehr als 400 Jahre alte Burg im Elbsandsteingebirge. Je nach Wetterlage,  kann man die Festung mit einer kleinen Wanderung verbinden. Eine Alternative ist aber auch die Anfahrt mit dem Auto oder via S-Bahn nach Königstein. Von der Stadt aus (Reißiger Platz) bringt euch in regelmäßigen Abständen der sogenannte Festungsexpress (Einzelfahrt 4€)  zur  Festung – was wir aufgrund von Zeitmangel gemacht haben.

Oben angekommen,  heißt es allerdings erst einmal an der Ticket-Schlange warten*…  in 15 Minuten sind aber auch wir schließlich innerhalb der Festung angelangt. Zwar ist kein Schnee in Sicht, aber trotzdem… ein Hauch von Weihnachtszauber liegt in der Luft. Es duftet nach gebrannten Mandeln, Glühwein und süßen Crepes. Auf dem Marktplatz stehen liebevoll, weihnachtlich geschmückte Buden, an denen Handwerker- und Spielleute im alten Gewand ihre Künste vorführen. Sofort fühlen wir uns zurückversetzt in eine andere Zeit. Doch bevor wir uns so richtig ins weihnachtliche Getümmel stürzen, besorgen wir uns einen – übrigens sehr köstlichen – Glühwein und beschließen erstmal einen Spaziergang entlang der Festungsmauern zu machen. Das Wetter spielt glücklicherweise ganz gut mit, so dass wir eine tolle Aussicht auf das Elbsandsteingebirge sowie auf die Elbe haben. Ich bin ganz überrascht, wie groß die Festung eigentlich ist und lerne erst hier, dass sie zu einer der größten Festungsanlagen Europas gehört.

So drehen wir unsere Runde um die Festung, die mir mehr und mehr gefällt. Der Wind an diesem Tag bläst uns immer wieder kalt ins Gesicht und nach einer Stunde beschließen wir erst einmal im Offizierskasino, dem Panoramarestaurant an der Aussichtsplattform, einzukehren, uns aufzuwärmen und etwas zu essen. Gemütlich ist es hier, so dass wir länger als geplant bleiben. Aber irgendwann müssen auch wir weiter. Mittlerweile dämmert es bereits und wir entscheiden uns den restlichen Weihnachtsmarkt zu besichtigen. Auf der großen Weihnachtsbühne wird gerade ein Märchen vorgeführt, und wir beobachten die Gaukler und Jongleure. Von da aus lassen wir uns weiter treiben und genießen die wunderbare winterliche Adventsatmosphäre. Zu guter Letzt erkunden wir die unterirdischen Kasematten, die von vielen Herrnhuter Sternen beleuchtet werden und besuchen am Ende die kleine Märchengrotte, die besonders für die Kinder ein Highlight ist. Aber auch generell gibt es für die Kids wahnsinnig viel auf dem Weihnachtsmarkt der Festung Königstein zu entdecken und zu erleben – ob Geschenke basteln, mit der Wichtelbahn fahren, den Weihnachtsmann treffen oder eben Märchen- und Puppentheater anschauen.

Wer also Lust auf einen Ausflug in die Sächsische Schweiz in Kombination mit einem Besuch auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte Sachsens hat, sollte die Chance und das letzte Adventswochenende nutzen, um sich selbst davon zu überzeugen. Und wer weiß… vielleicht schneit es ja doch noch und ihr erlebt auf der Festung Königstein, wie es auch in diesem Jahr so schön heißt, in der Tat „ein Wintermärchen“.

*Kleiner Tipp: Um euch die Warterei zu ersparen, könnt ihr euch die Tickets vorab online auf der Webseite der Festung Königstein kaufen.

Mandy Decker
Mandy Decker

  Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.