Die Krönung der weihnachtlichen Kaffeetafel: Dresdner Christstollen

Jetzt wird gebacken: Rosinenstollen aus Dresden

Liebt ihr die Weihnachtszeit auch so sehr wie wir? In Sachsen sind dann Fenster, ganze Häuser festlich geschmückt. Schwibbögen strahlen in die Nacht, Räuchermännchen verbreiten Weihrauchduft und die Pyramiden drehen sich und sorgen für wohlige Momente. Weihnachten eben.

Neben wunderbarer Handwerkskunst aus dem Erzgebirge hat Sachsen zu Weihnachten auch kulinarisch so einiges zu bieten. In Pulsnitz bekommt ihr handgefertigte Pfefferkuchen, von unseren Winzern ausgezeichneten Glühwein und von den Dresdner Stollenbäckern den Dresdner Christstollen. Der darf im Dezember auf keiner Kaffeetafel in Sachsen fehlen. Und wenn wir derzeit alle lieber zu Hause bleiben, dann werden wir eben in den eigenen vier Wänden aktiv: in der eigenen Backstube. Allen, die lieber das Dresdner Original genießen, verraten wir, wo ihr den online bestellen könnt.

Wir verraten euch heute, was einen Dresdner Christstollen auszeichnet und welche Zutaten ihr benötigt. Nach dem Schlemmen geht’s natürlich an die frische Luft. Auch dafür haben wir Corona-konforme Tipps für euch.

Der Dresdner Christstollen

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Rosinen, Butter, süße und bittere Mandeln, Orangeat, Zitronat, Mehl, Wasser und Hefe kommen in den Teig für den Rosinenstollen. Auch Vollmilch oder Vollmilchpulver, Kristallzucker, Butterschmalz, Zitronenschalenpaste, Speisesalz, Puderzucker und Stollengewürz sind in der Satzung des Schutzverbandes Dresdner Stollen e. V. festgeschriebenen Rezeptur enthalten. Und was darf nicht in einen echten Striezel aus Dresden? Margarine, künstlich hergestellte Aromen und Zusatzstoffe sind tabu.
Was kommt in den Dresdner Christstollen?Foto: Schutzverband Dresdner Stollen

Jetzt seid ihr dran: backt euren Rosinenstollen

Die Zutaten sind schnell beschafft und dann geht’s auch schon los! die Rosinen am Vortag in Rum einlegen, damit sie das Aroma bestens aufnehmen. Die gekühlten Zutaten stellt ihr am besten schon eher raus, damit sie sich auf Zimmertemperatur erwärmen. Zuerst gebt ihr die Hefe in die zimmerwarme Milch und lasst sie etwa 20 Minuten gehen. Anschließend werden alle Zutaten, außer die Rosinen, vorsichtig zu einem Teig geknetet. Wie wäre es, wenn alle Mitglieder der Familie oder eures Haushaltes einmal den Teig kneten? Auf diese Weise habt ihr wirklich einen Stollen zusammen gebacken und könnt gemeinsam stolz auf euer Backwerk sein. Dann kommen endlich die Rosinen zum Hefeteig. Das ist wichtig, damit sie vorher nicht zerdrückt werden. Also ganz vorsichtig!
Die Teiglinge für den Dresdner Christstollen werden in Form gebracht.Foto: Schutzverband Dresdner Stollen e. V. | K. GrottkerNun formt ihr eine schöne Rolle, schneidet die oben längs ein und backt den Teig bei 180°C im vorgeheizten Ofen etwa eine Stunde. Danach muss der Stollen etwas auskühlen. Währenddessen zerlasst ihr noch etwas zusätzliche Butter in einem Topf, um anschließend den Stollen gut damit einzupinseln. Und dann erhält der Stollen auch schon sein erstes Mäntelchen: eine Schicht Kristallzucker. Etwas ruhen lassen und dann, damit es ein echter Rosinenstollen wird folgt das Puderzuckergewand. Das ist quasi das i-Tüpfelchen dieses Gebäcks.

Keine Zeit zum Backen? Und Weihnachten steht auch schon vor der Tür: Reicht da die Zeit überhaupt noch, um selbst einen guten Rosinenstollen zu backen? Schließlich schmeckt so ein Striezel am besten, wenn er schon ein paar Wochen durchgezogen ist. Oder wollt ihr einfach das Original, eben einen echten Dresdner Christstollen genießen? Zum Glück könnt ihr die Dresdner Weihnachtsspezialität online direkt auf eure Kaffeetafel bestellen. Egal wie ihr euch entscheidet: Lasst es euch schmecken und habt eine schöne Weihnachtszeit!

Ein besonderer Moment: Der StollenanschnittFoto: Schutzverband Dresdner Stollen e. V. | K. Grottker

Verratet uns, habt ihr schon einmal einen Stollen gebacken?

Und jetzt ab nach draußen!

Nach einem leckeren Stück Stollen mit einer Kaffee oder Tee, macht ein gemeinsamer Spaziergang gleich doppelt so viel Spaß.   Oder wie wäre es mit einer Schatzsuche? Der Anbieter Geofux hat Geocaching-Touren für die Regionen Dresden, Dresden Elbland, Sächsische Schweiz, Oberlausitz, Chemnitz und Zwickau sowie Leipzig vorbereitet. Einige Angebote können sogar von Einzelpersonen genutzt werden und oft reicht sogar schon das Smartphone als Ausrüstung, wie beim Dresdner Schatzrundgang.

Mit diesen Touren geht ihr auf Spurensuche in Sachsen und lernt eure Heimat noch besser oder auch neu kennen. Bitte achtet immer darauf, dass ihr euch an die geltende Corona-Schutzverordnung haltet.

Das Blaue Wunder in Dresden bei SonnenaufgangFoto: S. Rose

Bleibt gesund!

TMGS-Bloggerin Katharina
TMGS-Bloggerin Katharina

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