Ausgezeichnete Klettertouren gibt's in der Sächsischen Schweiz

Wandern durch das malerische Elbsandsteingebirge

Künstler der Romantik wie Caspar David Friedrich machten die Sächsische Schweiz zum Sehnsuchtsort für Naturfreunde. Heute bietet sie Aktivurlaubern eine Vielfalt, die kaum zu übertreffen ist.

Links oder Rechts der Elbe ist eigentlich egal: Wer mit der ganzen Familie in den Sandstein will, findet zu beiden Seiten des Flusses traumhafte Reviere zum Wandern und Kraxeln. Links der Elbe sind die Rauensteine ein guter Tipp, den Blick auf die Bastei mit der legendären Sandsteinbrücke zu genießen. Oder – große Kinderfreude – der Weg auf den Papststein durch das Nadelöhr. Auf dem Hochplateau warten nicht nur traumhafte Picknickplätze mit Fernsicht und die sagenumwobene „Barbarine“, sondern auch enge Felsspalten und –blöcke für kleine Klettermaxe. Und wenn die Kurzen sich wie Reinhold Messner fühlen, sehen die Erwachsenen immer wieder „verwunschene Ecken“, wie man sie auf den Bildern der sächsischen Romantiker findet. Bemooste Felsspalten, dürre Kiefern, die unerklärlicherweise aus irgendwelchen Ritzen sprießen … herrlich!

Bergtour mit Karl May

Auf der anderen Elbseite ist die Bastei das Top-Ziel für viele Besucher. Wer sie zu Fuß erreichen will, mag den Umweg über die wildromantischen „Schwedenlöcher“ nehmen, vorbei am Amselsee wo vielleicht Zeit für eine Bootspartie ist. Oder man verschiebt den Aufstieg auf den nächsten Tag und genießt ganz spontan eine Vorstellung in der Felsenbühne Rathen, deren Repertoire von Karl May bis zu Carl Orff reicht. Trubelig wird es in jedem Fall auf der Bastei, doch der Elbblick von hier oben ist nun einmal sensationell – da kommt man nicht drumherum. Wesentlich ursprünglicher erlebt man die Sandsteinwelt rund um Bad Schandau und das Kirnitzschtal, etwas weiter elbaufwärts. So kann man von Ostrau den Falkenstein erwandern oder, noch vielfältiger: die Schrammsteine. Der Elbleitenweg führt mitten hinein in dieses wilde Felsenlabyrinth. Die eisernen Leitern und Stiegen zur Schrammsteinaussicht lassen die Kinderherzen höher schlagen und den Puls der Untrainierten rasen. Aber die Aussicht macht all das vergessen. Caspar David Friedrich hätte sich nicht satt sehen können, doch zu seiner Zeit waren die meisten Gipfel noch unzugänglich.

Auf die Gipfel, durch das Tal

Das änderte sich erst ab dem späten 19. Jahrhundert: 1864 bestieg eine Gruppe Bad Schandauer Turner mit dem Falkenstein erstmals einen Felsen im Elbsandsteingebirge. Mit einfachster Ausrüstung legten sie den Grundstein für das „Freiklettern“, dessen Idee bis heute die Kletterregeln in der Sächsischen Schweiz prägt und die Verwendung künstlicher Hilfsmittel sehr beschränkt. Dennoch ist die Faszination des Sandsteinkletterns seit 150 Jahren ungebrochen und selbst für Familien mit Kindern finden sich unter den 17.000 Wegen auf die rund 1.100 Gipfel des Klettergebietes viele Wege zum Gipfelbuch.

Wem die Kletterei mit Seil und Karabiner zu heikel ist, findet dennoch in der ganzen Sächsischen Schweiz tausende Möglichkeiten zum Wandern und spazieren, etwa auf den sieben Etappen des „Malerwegs“ mit seinen vielen anregenden Stationen. Oder man genießt den Anblick der Felsformationen bei flotter Fahrt auf dem Elberadweg und falls die Kraft nachlässt: In vielen Orten gibt es auch E-Bikes mit „eingebautem Rückenwind“ zu mieten.

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TMGS-Bloggerin Susann

2 Kommentare

  1. Das ist ja ein atemberaubender Ausblick! Was würdet ihr empfehlen, speziell für eine Aktivität mit Hund? Bin bisher leider noch nicht so richtig fündig geworden.

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