Walter-Keiderling-Klettersteig

Aktiv auf dem Walter-Keiderling-Klettersteig im Erzgebirge

Im Beitenbrunner Ortsteil Erlabrunn wurde 2010 am Nonnenfelsen einer der interessantesten Klettersteige Sachsens angelegt. Der durchgängig mit einem Stahlseil gesicherte Steig ist etwa 350 Meter lang und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 50 Metern.  Neulinge sollten sich die Unterstützung eines erfahrenen Klettersteiggehers sichern. Denn einfach ist der Walter-Keiderling-Steig nicht. Längere Passagen werden in die Kategorie C eingestuft, einige Stellen sogar in die Kategorie D. Dafür gibt es ein tolles Erlebnis. Garantiert.     

Ausgesetzte Passagen einer langen Querung zu Beginn, später ein Aufstieg in einer auf wenigen Metern sogar ganz leicht überhängenden Wand zum Gipfelkreuz (das Wandbuch befindet sich in einer Kassette unterhalb des Gipfels) und eine kurze Seilbrücke sind zu meistern, bevor es in die steile Abstiegswand geht, bei der es manchmal nur kleine Tritte und selten Stahlklammern zur Unterstützung gibt.

Eine gute Ausrüstung ist für den Klettersteig obligatorisch. Dazu gehören der Hüft- oder Brustgurt, das Klettersteigset und ein Helm, der nicht nur vor Steinschlag schützen soll. Auch die Frage nach den richtigen Schuhen stellt sich. Wer Kletterschuhe besitzt, sollte diese ruhig anziehen. Schwere Bergstiefel sind hier nicht angebracht, eher Leichtbergschuhe mit griffiger Sohle.



Für den Klettersteig sollte man mit Zu- und Abstieg insgesamt etwa eine Stunde einplanen. Die Anreise ist mit dem PKW über Schwarzenberg und Breitenbrunn möglich. Von Breitenbrunn kommend, biegt man gleich hinter dem Ortseingangsschild Erlabrunn nach links ab. Dort befindet sich ein kleiner Parkplatz, von dem aus der Klettersteig in zwei Minuten zu erreichen ist. Auch mit der Eisenbahn ist der Ortsteil Erlabrunn erreichbar. In wenigen Minuten gelangt man vom Haltepunkt der Bahn zum Einstieg des Klettersteigs.

TeufelssteineFoto: zwillingsstiege
Tipp zum Abschluss: Nach dem Klettersteig noch eine Wanderung zu den Teufelssteinen anschließen. Der knapp drei Kilometer lange Wanderweg zu den imposanten Felsen ist als bequemer Wanderweg markiert. Neben den über 100 teils schwierigen Kletterwegen kann auch der Wanderer den Gipfel des Hauptmassivs auch auf einem – wenn auch sehr steilen – Pfad erklimmen.

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TMGS-Bloggerin Susann

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