Aussicht von Gohrisch mit Blick auf den Pfaffenstein

Die schönsten Aussichten und Fotoplätze am Malerweg

Mit seinen knapp 115 Kilometern Gesamtlänge zählt der Malerweg zu einer der beliebtesten Wanderrouten in Deutschland. Der Name „Malerweg“ kommt selbstverständlich nicht von ungefähr. Schon im 18. Jahrhundert faszinierte die zauberhafte Landschaft namenhafte Künstler. Zu den bekanntesten Malern zählen Caspar David Friedrich, Johan Christian Dahl und Ludwig Richter. Auf unzähligen Skizzen und Gemälden zeigten die Künstler die wundervolle Natur aus immer wieder anderen Blickwinkeln. Ob Basteibrücke, Festung Königstein oder ein Fernblick in das nebelumhüllte Elbtal, auch heute noch begeistert die Landschaft unzählige Besucher, Maler und Fotografen. In mehreren Etappen ist es möglich, den kompletten Malerweg abzuwandern. Auf jeder Etappe wird der Wanderer neue, spektakuläre Eindrücke sammeln. Falls Besucher der Sächsischen Schweiz jedoch nur über eine begrenzte Aufenthaltsdauer verfügen oder nur an einem bestimmten Abschnitt des Malerwegs unterwegs sind, soll dieser Beitrag dabei helfen, die schönsten Aussichtspunkte und Fotomotive vorzustellen. Dabei geben die Mitarbeiter des Dresdner Reiseveranstalters AugustusTours gern ihr Wissen weiter. Durch die umfangreiche Streckenlänge werden im Folgenden die einzelnen Etappen mit ihren Höhepunkten separat betrachtet.

Von Liebethal bei Pirna bis Stadt Wehlen – Mystische Motive
Auf diesem Abschnitt des Malerwegs steht weniger der Blick in die Ferne, sondern vielmehr der mystische Anblick tiefer Täler und Schluchten im Mittelpunkt. Der Liebethaler Grund besticht durch die hohen Felswände und den mittig verlaufenden Wildbach Wesenitz. Das monumentale Richard- Wagner-Denkmal thront beeindruckend am Wegesrand. Eine weitere faszinierende Naturbegebenheit befindet sich im Uttewalder Grund. Die Schlucht bietet ein grandioses Motiv, da sie ein einzigartiges, naturgeschaffenes Felsentor aufweist.

Von Stadt Wehlen bis Hohnstein – Faszinierende Steinlandschaft
Auf dieser Etappe erreichen Sie eines der bekanntesten Motive der Sächsischen Schweiz. Hoch über dem Elbtal befindet sich die Bastei, eine spektakuläre Felsformation mit einer 76,5 Meter langen Steinbrücke. Von der Basteibrücke selbst, aber auch von den umliegenden Aussichtspunkten haben die Besucher einen wundervollen und zugleich spektakulären Weitblick in das Elbsandsteingebirge. Die Ansicht ist ein Sinnbild für die landschaftliche Schönheit, welche schon auf unzähligen Fotos, Bildern und Postkarten aufgegriffen wurde.

Von Hohnstein bis Altendorf – Weite Fernen
Die abwechslungsreiche Etappe zwischen Hohnstein und Altendorf besticht durch eine weite Panoramasicht. So schweift der Blick des Betrachters über die saftigen Wälder zu den fernen Bergen, hoch oben von der Brandaussicht. Nicht umsonst wird diese Aussicht auch Balkon der Sächsischen Schweiz genannt. Eine romantische Aussicht bietet sich kurz vor der Ortschaft Waitzdorf, wo eine abgeschiedene Bank auf der Ochel-Aussicht zum Verweilen einlädt. So unterschiedlich die Natur in der Sächsischen Schweiz ist, so unterschiedlich sind auch die Aussichten. Von Altendorf bietet sich erneut ein weitläufiger Fernblick. Diesmal stechen jedoch die Schrammsteine dem Betrachter imposant ins Auge.

Von Altendorf zur Neumannmühle – Spektakuläre Felsformation
Diese Etappe bietet Wanderern nach einem anspruchsvollen Aufstieg eine umwerfende Sicht in das Elbtal. Vorbei am markanten Schrammtor geht es bis auf 417 Meter Höhe zur Schrammsteinaussicht. Zahlreiche Besucher sind jährlich von dieser Aussicht fasziniert. Im weiteren Etappenverlauf zeigt sich die Natur erneut von ihrer magischen Seite. Auf der Kuhstallhöhe waren früher schon Maler von der emotionalen Wirkung dieses Ortes fasziniert.

Von der Neumannmühle bis Schmilka – Eindrucksvolle Weitblicke
Auf dieser Etappe des Malerwegs befindet sich die zweithöchste Erhebung der Sächsischen Schweiz, der Große Winterberg. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Kipphornaussicht, welche bei gutem Wetter einen Blick bis nach Dresden zulässt. Die Aussicht zeigt einmal mehr, wie groß und spektakulär die Naturfläche entlang der Elbe ist.

Von Schmilka bis Kurort Gohrisch – Das komplette Schrammsteinmassiv
Mit dieser Etappe ändert sich der Blickwinkel im Elbsandsteingebirge gänzlich, denn die Route verläuft auf der linkselbischen Seite. Nach einem Anstieg eröffnet sich der Blick auf das gesamte Schrammsteinmassiv. Ebenfalls lohnenswert ist im weiteren Verlauf ein Abstecher an die Elbe im Ortsteil Krippen. Der Blick in Richtung Bad Schandau mit dem Fluss Elbe ist ein Motiv, welches seit Jahrhunderten eine beeindruckende Wirkung entfaltet. Auf dem Weg zum Kurort Gohrisch sind abermals fabelhafte Fernsichten von den Tafelbergen Papststein und Gohrisch (Stein) möglich.

Von Kurort Gohrisch bis Weißig – Historische Sichtweisen
Während der Wanderung von Gohrisch nach Weißig schweift der Blick auf eine der größten Bergfestungen Europas. Besonders vom Pfaffenstein ist die Aussicht beeindruckend. Mit dem Besuch der Festung Königstein ergibt sich eine Aussicht über die Stadt Königstein sowie zum Tafelberg Lilienstein, welche nicht verpasst werden sollte.

Von Weißig bis Pirna – Tiefes Elbtal
Erneut geht es für Wanderer hoch oben entlang des Elbtals. Von dem Gratweg der Rauensteine aus reicht der Blick bis zur Basteibrücke. Das Elbtal wirkt in diesem Moment wie eine tiefe Schlucht. Das Ziel dieser Etappe ist der historische Marktplatz von Pirna, welcher schon früher ein sehenswertes Motiv für den Maler Canaletto darstellte.

Die wunderschöne Landschaft entlang des Malerwegs hat zu jeder Jahreszeit eine besondere Ausstrahlung. Speziell im Frühjahr und im Herbst, wenn sich das Elbtal am Morgen in ein Meer aus Nebel hüllt, kann der Besucher eine ganz mystische Stimmung auf seiner Wanderreise am Malerweg erfahren. Doch auch die Zeiten während der Sonnenauf- und Sonnenuntergänge lassen die Landschaft einen wildromantischen Charme versprühen

 

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Sachsen Tourismus

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