Schloss Moritzburg

Ein Herbsttag auf der Moritzburg

von Karina Wendt

Wenn sich im Herbst die Blätter der Bäume bunt färben und die Sonne diese Farbenpracht erst richtige zum Leuchten bringt, dann gibt es für mich nur noch eins: nichts wie raus an die frische Luft und diese tolle Herbststimmung genießen! Am vergangenen Wochenende stand auf meinem Plan daher ein Ausflug in die Natur. Genauer gesagt, nach Moritzburg in der Nähe von Dresden.

Das imposante Schloss, welches sich auf einer künstlichen Insel inmitten eines großen Sees erhebt, kannte ich noch aus meiner Kindheit. Egal wie oft ich es schon auf Bildern gesehen habe und egal dass ich es noch in guter Erinnerung aus früheren Ausflügen hatte: als ich nun wieder vor der Moritzburg stand, war ich restlos begeistert. Strahlend blauer Himmel. Zahlreiche Enten, die ihre Bahnen auf dem glitzernden Wasser des Sees zogen und im Hintergrund dieses imposante Märchenschloss.

Die Wanderschuhe an den Füßen, machte ich mich auf den Weg zu einer Erkundungstour rings um die Moritzburg. Bequeme Schuhe sind bei einem Ausflug zu diesem Jagdschloss tatsächlich zu empfehlen, denn es schließt sich nicht nur nördlich des Schlosses der schöne Schlosspark an – sondern auch östlich in 2km Entfernung das Fasanenschlösschen mit einer kleinen Hafenanlage und Sachsens einzigem Leuchtturm.

Auf meinem Wanderweg zum Fasanenschlösschen begleitete mich das regelmäßige Getrappel von Pferdehufen. Direkt gegenüber vom Schloss liegt das Landesgestüt Moritzburg – und der Halteplatz für die zahlreichen Kutschen, mit denen man sich durch das Gelände chauffieren lassen kann, wenn die Füße irgendwann doch nicht mehr so mitmachen.

Ich hatte an diesem Tag wahnsinniges Glück, denn auf meinem Fußweg in Richtung Fasanenschlösschen hörte ich auf einmal hinter mir ein fröhliches „Na? Allein unterwegs? Hüpf rauf! Ich nehm dich zum Leuchtturm mit!“. Und eh ich’s mich versah, saß ich auf einem Kremser neben dem freundlichen Kutscher und konnte die Strecke bis zum Leuchtturm mit bester Aussicht direkt von der Pferdekutsche erleben.

Nach einer kurzen Runde rund um das Fasanenschlösschen, musste ich mir natürlich den Leuchtturm erst nochmal aus der Nähe anschauen. Wirklich knuffig, wie dieser kleine rosa Turm in die Höhe ragt. Leider war der Wasserstand des umliegenden Sees recht niedrig. Das ließ das Bild dieses Leuchtturms – fern jeglichen Meeres – noch surrealer wirken.

Das Kulturprogramm hatte ich für diesen Ausflug erledigt. Weiter ging es mit dem sportlicheren Teil. Rings um die Schlossanlage gibt es wunderschöne Wälder und viele Seen, die zu Fuß oder mit dem Rad erkundet werden können. Auf einsamen Waldwegen wanderte ich durch die herbstliche Landschaft. Dort gibt es immer so einiges zu entdecken. Gerade im Herbst ist der Waldboden bedeckt von Pilzen jeglicher Art. Eine kleine Maus kämpfte sich raschelnd ihren Weg durch das Laub. Vögel zwitscherten in den Baumwipfeln und über mir fielen wärmende Sonnenstrahlen durch die bunte Laubdecke.

Was mich bei meinem Ausflug zur Moritzburg – abgesehen vom Wetter und diesem wunderschönen Schloss – begeistert hat, war die Vielfalt an Möglichkeiten, die sich dem Besucher bieten. Wir hätten da zum Beispiel:

  • Wandern rings um die Moritzburg und in den Parkanlagen selbst.
  • Radfahren auf den schönen Waldwegen vorbei an zahlreichen kleinen Seen.
  • Für Tierfans: ein Besuch im Wildgehege und in der Fasanerie, wo unter anderem prachtvolles Damwild zu bestaunen ist.
  • Eine Fahrt mit der Pferdekutsche – und für alle Reiter natürlich auch ein Ritt um die Burganlage.
  • Wenn’s ein wenig mehr Action sein darf: ein Besuch im Kletterwald, der sich direkt hinter dem Schlosspark befindet.

Bei diesen vielen Möglichkeiten ist für jeden etwas dabei. Mein Fazit zur Moritzburg lautet daher eindeutig: nichts wie hin zu diesem traumhaften Märchenschloss. Dort gibt es so einiges zu erkunden. Gerade an solch goldenen Herbsttagen verbreitet sich eine wirklich zauberhafte Stimmung rings um die Schlossanlage.

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Karina Wendt

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