Unterwegs auf den Schrammsteinen

Frühlingsgefühle auf 8 Etappen – Unterwegs auf dem Malerweg in der Sächsischen Schweiz (Teil 1)

Wenn Wiesen und Wälder in allen Farben der Natur erstrahlen, der Frost auf dem Rückzug ist und der Wind nicht mehr beißt, dann hat der Frühling auch in der Sächsischen Schweiz begonnen. Und damit auch die Wandersaison! Die Schönheit der Region erlebt ihr besonders auf dem „Malerweg Elbsandsteingebirge“. Auf der rund 112 Kilometer langen Wanderroute gibt es im Frühjahr einiges zu sehen. Wir stellen euch heute die ersten vier der acht Etappen vor. Los geht´s!

Wandern auf Wagners Spuren

Alles hat seinen Anfang. Auf der ersten Etappe der Wanderroute, mit Startpunkt in Liebethal (Pirna), besichtigt ihr als erstes Highlight das beeindruckende Richard Wagner-Denkmal. Gelegen im Liebethaler Grund erinnert es an einen der bedeutendsten sächsischen Komponisten. Am munter plätschernden Flüsschen Wesenitz entlang, geht es nach Mühlsdorf und weiter zum Uttewalder Grund, wo es selbst im Frühling dunkel bleibt. Die Schlucht beherbergt das berühmte Felsentor, ein natürliches Gebilde aus einem eingekeilten Felsen und den Schluchtwänden. Bald darauf gelangt ihr an das Tagesziel: Stadt Wehlen. Wenn ihr noch etwas Kraft in den Beinen habt, besichtigt die Burgruine der Burg Wehlen, eine der ältesten Burgen der Region, die derzeit mit viel Hingabe saniert wird. Zum Abschluss der rund elf Kilometer langen Etappe könnt ihr euch in einer der vielen Pensionen, Biergärten und Cafés mit lokaler Küche selbst belohnen.

Wagner-Denkmal im Liebethaler GrundFoto: René Pech

Atemberaubende Aussicht auf der Bastei

Die zweite Etappe des Malerwegs führt euch auf etwa 13 Kilometern bis nach Hohnstein. Zu Beginn wandert ihr an der Elbe entlang, um dann auf den ansteigenden Schwarzbergweg abbzubiegen. Dieser lässt sich bei angenehmen Frühlingstemperaturen gut meistern. Bald schon erblickt ihr den historischen Rastplatz „Steinerner Tisch“ – eine kleine Anordnung von steinernen Platten, die August der Starke zum Speisen nach einer Jagd hatte errichten lassen. Folgt dem Weg weiter und ihr erreicht das Wahrzeichen des Elbsandsteingebirges: die Bastei. 194 Meter über der Elbe habt ihr einen beeindruckenden Landschaftsblick über die linkselbischen Gebiete des Elbsandsteingebirges. Aus Sicherheitsgründen ist der vordere Teil der Basteiaussicht leider gesperrt. Doch keine Sorge, dem Erlebnis tut das keinen Abbruch. Und Sicherheit geht schließlich vor. Außerdem habt ihr im Basteigebiet noch andere tolle Aussichtspunkte: die Pavillonaussicht, die Tiedgeaussicht, das Kanapee, die Ruine der Felsenburg Neurathen, die Ferdinandaussicht und die Wehlsteinaussicht. Und auch der Ausblick von der Basteibrücke ist atemberaubend!

Blick von der BasteibrückeFoto: Katja Fouad Vollmer


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Der Abstieg von der Bastei erfolgt über den Basteiweg, an dessen Rändern, frisch und grün, der Frühling sprießt. Nur etwas weiter den Weg entlang erwartet euch das nächste Highlight der Sächsichen Schweiz: die Felsenbühne Rathen im Amselgrund. Die Landesbühnen Sachsen führen hier jedes Jahr Konzerte und Theaterstücke auf, darunter auch bekannte Werke von Karl May. Dem Wanderzeichen des Malerwegs folgend, gelangt ihr an den Amselsee. Wie wäre es hier mit einer kleinen Ruderpartie? Weiter geht es in Richtung Rathewalde, zum Hockstein. Über eine enge Steintreppe in der Wolfsschlucht wandert ihr ins schattige Polenztal. Hier habt ihr Schutz vor der Sonne, während die angenehme Frühlingsluft euch aufatmen lässt. Derzeit erlebt ihr hier ein einzigartiges Naturschauspiel: die Märzenbecherblüte! Denn das Polenztal ist nicht nur ein wildromantisches Flusstal. Auf rund 130.000 Quadratmetern befindet sich hier Sachsens, wahrscheinlich sogar Deutschlands größtes Vorkommen wild wachsender Märzenbecher. Das dürft ihr auf keinen Fall verpassen! Und packt unbedingt die Kamera ein. Nicht mehr weit ist es nun bis Hohnstein, wo sich ein Besuch der Burg und des darin liegenden Museums lohnt.

Abenteuer Theater auf der Felsenbühne RathenFoto: Hagen König

Auf dem Balkon der Sächsischen Schweiz

Aller guten Dinge sind drei! Die dritte Etappe des Malerwegs beginnt mit dem Abstieg von Hohnstein zum Bärengarten, von dem nur noch Mauerreste übrig sind. Caspar David Friedrich zeichnete 1800 das zu damaliger Zeit noch erhaltene Gehege mit seinem eindrucksvollen Rundbogentor, in dem im 18. Jahrhundert Bären gehalten wurden. Über den idyllischen Halbenweg und den Räumichtweg gelangt ihr zum Brand. Die dortige sagenhafte Aussicht wird auch als „Balkon der Sächsischen Schweiz“ bezeichnet. Vom Brand geht es einige Treppenstufen in den Tiefen Grund hinunter. Über den Waitzdorfer Rundweg, entlang weiter Felder, kommt ihr zum Mühlenweg, der euch zum Kohlichtgraben und der anschließenden Kohlmühle führt, in der die einzige Schmalspurbahn der Sächsischen Schweiz zu finden ist. Fortführend gelangt ihr ins dicht bewaldete Sebnitztal sowie der Schwarzbachmündung. Die letzten der rund zwölf Kilometer langen Wanderstrecke führen euch nach Altendorf, von wo ihr einen ausgezeichneten Blick auf die sich in der Ferne erhebenden Schrammsteine habt.

Blick auf die SchrammsteineFoto: Philipp Zieger | Tourismusverband Sächsische Schweiz

Wellness für müde Beine

Für anspruchsvolle Wanderer ist die vierte und etwa 18 Kilometer lange Etappe des Malerwegs eine tolle Herausforderung. Nach dem morgendlichen Start in Altendorf geht es durch die steile Dorfbachklamm ins Kirnitzschtal. Entlang dem namensgebenden Flüsschen Kirnitzsch geht es auf dem Flößersteig zur Ostrauer Mühle, wo es eine Pension und einen Campingplatz für Natururlauber gibt – der perfekte Ausgangsort für weitere Wanderungen in der Sächsischen Schweiz. Schon bald erreicht ihr die Schrammsteine. Durch die imposante Felsenstruktur führt euch der Malerweg zum Schrammtor, einem natürlichen Tunnel, der durch das Steingebilde führt. Über Eisenleitern auf dem Jägersteig gelangt ihr zum schmalen Schrammsteingratweg, an dessen Ende uns die Schrammsteinaussicht empfängt. Auf 417 Höhenmetern bietet sich hier eine traumhafte Aussicht. Dann führt euch der Weg zum Lichtenhainer Wasserfall, dessen Felsenstruktur das Wasser über mehrere Stufen herunterplätschern lässt. Wer möchte, steigt in die nahegelegene Kirnitzschtalbahn und macht einen kleinen Abstecher nach Bad Schandau

Alle einsteigen in die Kirnitzschtalbahn!Foto: Katja Fouad Vollmer
Die wohlverdiente Pause lässt sich im Kurort besonders gut genießen. Ausgezeichnet lässt es sich zum Beispiel im Hotel Elbresidenz an der Therme Bad Schandau entspannen. Für seine wunderbare Atmosphäre erhielt das Hotel erst kürzlich den Wellness-Award von beauty24, einer Online-Plattform für Wellness-Reisen. Für den Publikumspreis fließen alle Gäste-Bewertungen ein, die in den Hotelkategorien Lage, Service, Wellness und Verpflegung vergeben wurden. Hoch oben auf der Sonnenterrasse können die Gäste mit einem grandiosen Blick über die Elbe relaxen und den Alltagsstress hinter sich lassen. Zudem genießen sie unbegrenzten Eintritt in die nahegelegene Toskana Therme Bad Schandau. Eure müden Beine werden es euch danken!
Entspannen in der Toskana Therme Bad SchandauFoto: Katja Fouad Vollmer
Zurück im Kirnitzschtal wandert ihr vom Lichtenhainer Wasserfall zur beeindruckenden Felsenhöhle Kuhstall. Von dort aus gelangt ihr ins Tal zur urigen Neumann-Mühle, einem technischen Denkmal alter Säge- und Holzschliffkunst.

Habt ihr Lust bekommen? Dann nichts wie los zum Malerweg!

Die letzten vier Etappen stellen wir euch demnächst vor. Also schaut wieder vorbei. 

TMGS-Bloggerin Katharina
TMGS-Bloggerin Katharina

Ein Kommentar

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