Herbstwanderung: Amselfall - Schwedenlöcher - Bastei

Rundwanderung in der Sächsischen Schweiz: Amselfall – Schwedenlöcher – Bastei

von Mandy Decker

Der Herbst ist die perfekte Jahreszeit für eine Wanderung im malerischen Elbsandsteingebirge der Sächsischen Schweiz. Eine meiner liebsten Touren ist der Klassiker „Amselfall-Schwedenlöcher-Bastei“ und meine Empfehlung für alle, die zum ersten Mal im Nationalpark Sächsische Schweiz wandern gehen möchten. Dreimal bin ich diese Route nun schon gewandert und entdecke jedes Mal wieder etwas Neues!

Los geht’s mit der Rundwanderung vom Startpunkt Rathen. In den kleinen Kurort nahe Dresden kommt ihr bequem mit der S-Bahn Linie 1 von Dresden aus oder mit dem Auto. Vom Parkplatz oder der S-Bahnhaltestelle heißt es aber erst einmal: Die Elbe überqueren. Hierfür gibt es nur eine Möglichkeit: Mit der Gierseilfähre setzt ihr bequem ans andere Ufer über. Auf der anderen Seite angekommen, folgt man zunächst dem Wegweiser in Richtung Amselgrund/Amselfall. Ein einfacher Weg, der am idyllischen Amselsee entlang führt. An dem See habt ihr die Möglichkeit Boote auszuleihen und das wunderschöne Bergpanorama vom Wasser aus zu genießen. Wir laufen aber erst einmal weiter entlang des kleinen Flusses, immer tiefer in die, nach Tannennadeln duftenden, Wälder hinein. Bereits hier geht es ein gutes Stück bergauf, aber spätestens am Wegweiser Schwedenlöcher/ Amselfall ist ein Stopp in Sicht. Die Gaststätte „Amselfall“, ist der perfekte Ort für eine erste kurze Pause. Der sogenannte Amselfall selbst befindet sich inmitten des urigen Biergartens. Kleiner Tipp: Für einen Obulus könnt ihr aus dem eher kleinen Rinnsal einen rauschenden Wasserfall machen.

Gestärkt für den nächsten Streckenabschnitt? Nun geht es bergauf und bergab mit vielen Stufen durch die „Schwedenlöcher“: Eine märchenhaft anmutende Kulisse aus steilen, moosgrünen Felswänden, bizarren Felsformationen und engen, dunklen Schluchten. Hier und da hört man einen Vogel zwitschern, manchmal auch ein paar Wanderer miteinander plaudern, aber immer wieder gelingt es einem, Momente der Ruhe und absoluten Stille, vollkommen für sich zu genießen.

Wenn ihr die Schwedenlöcher schließlich hinter euch lasst, wandert ihr weiter entlang des Ganswegs zum eigentlichen Highlight der Tour: Die Bastei. Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Sächsischen Schweiz und ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Mein Tipp: Die beste Aussicht auf die spektakuläre, in Stein gehauene 76,5m lange, Brücke habt ihr vom Ferdinandstein aus. Dorthin führt ein kleiner Pfad links vor der Brücke ab. Rechterhand, beim Berghotel, befindet sich eine Aussichtsplattform auf dem Basteifelsen, von dem sich euch ein atemberaubendes Panorama über die Elbe, die Berge und auf die Brücke eröffnet.

Hier bietet sich euch zudem Gelegenheit euch mit Kaffee und Kuchen oder herzhaften Snacks für den letzten Abschnitt zu stärken. Über die Basteibrücke geht es nämlich jetzt wieder ins Tal hinunter. Nicht aber ohne diverse Stopps einzulegen, wie beispielsweise an der Felsenburg Rathen, die man gegen eine geringfügige Gebühr besichtigen kann. Kurz danach, erreicht ihr auf der rechten Seite eine Abzweigung zur Tiedge-Aussicht, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Von da aus habt ihr eine spektakuläre Sicht auf die Elbe und könnt bei gutem Wetter weit über die Sächsische Schweiz blicken. Danach führt euch der Weg auf sehr vielen Stufen hinab nach Rathen, wo ich nach einer Wanderung gern den Tag entspannt in einem der vielen kleinen Restaurants oder gemütlichen Biergärten ausklingen lasse, bevor es wieder zurück in die Stadt und in den Alltag geht.

Die Rundwanderung eignet sich übrigens wunderbar für einen Tagesausflug und für Einsteiger. Die Tour lässt sich alles in allem gut in 2-3 Stunden (mit Stopps) bewältigen. Außerdem könnt ihr die Tour natürlich auch andersherum wandern oder beliebig erweitern.

Mandy Decker
Mandy Decker

4 Kommentare

  1. Hallo 🙂
    Diese Rundwanderung werden wir uns auf jeden Fall für unseren nächsten Besuch vornehmen. Aber ich stimme euch absolut zu, die Sächsische Schweiz ist einfach großartig zum Wandern und Genießen. Wir hatten Anfang Oktober ebenfalls das Vergnügen. Vor allem Rathen hat es uns angetan und die Felsen rund um die Bastei bieten ein unglaubliches Naturschauspiel. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr unser kleines Abenteuer in der Sächsischen Schweiz hier nachlesen: http://sos-fernweh.com/der-ganz-spontane-kurzurlaub-saechsische-schweiz/
    Eins steht jedenfalls fest, ein verlängertes Wochenende reicht nicht aus, um den gesamten Nationalpark zu erleben. Deshalb kommen wir definitiv wieder 🙂

    Viele Grüße
    Janina 🙂

    • Hallo Janina,
      in der Sächsischen Schweiz gibt es wirklich viele Möglichkeiten zum Wandern. Wir wünschen dir viel Spaß bei deiner nächsten Wandertour im Nationalpark und Danke für deinen Lesetipp 🙂
      Beste Grüße, das FrischLuft-Team

  2. Pingback: Meine fünf schönsten Wanderungen im Elbsandsteingebirge – Frischluft. Der Aktiv-Blog.

  Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.