Blick von der Brandaussicht

Wandern in der Sächsischen Schweiz – von Hohnstein zur Brandaussicht

von Karina Wendt

Das Elbsandsteingebirge ist berühmt für seine markanten Felsformationen und beeindruckende Panorama-Aussichten. Die Wanderung, die ich in der Sächsischen Schweiz gemacht habe, hieß nicht umsonst “Zauberpfade”. Sie sollte mich durch romantische Täler und Schluchten führen und versprach einsame Grotten und plätschernde Bäche.

Mein Weg begann an der Burg Hohnstein und sollte mich über 11 km bis zur Brandaussicht und zurück zum Ausgangspunkt führen. Früh am Morgen schulterte ich meinen Rucksack und startete meine einsame Tour. Begleitet wurde ich nur vom fröhlichen Gezwitscher der ersten Frühjahrsvögel. Die Sonne strahlte durch die noch kahlen Bäume – die Romantik, die mir in der Beschreibung des Wanderwegs versprochen wurde, war bereits nach den ersten Minuten spürbar.

Der Wanderweg mit der Markierung des grünen Strichs, führte mich zu einem Abzweig zur Gautschgrotte. Links und rechts vom Pfad befanden sich riesige bemooste Steine, zwischen welchen die Bäume in den Himmel ragten. In den Gebüschen raschelte es heimlich. Und je näher ich der ruhigen Oase inmitten des Waldes kam, umso genauer hörte ich das Plätschern des Wassers. Angekommen in der Grotte konnte ich nichts weiter tun, als tief Luft zu holen und die Atmosphäre des Ortes in mich aufzusaugen. Sanft fiel ein kleines Rinnsal Wasser von der Spitze der Felsen auf den Boden der Grotte. Begleitet wurde dieses Spiel, vom Zwitschern der Vögel. Ein Abstecher zu diesem wundervollen Ort, war der erste Höhepunkt meiner Wanderung.

Weiter ging es den Pfad zurück zum Hauptweg und hinauf in Richtung Brandaussicht. Neben mir murmelte ein Bach, über den mehrere Brücken führten. Langsam traf ich auch auf andere Wandergruppen, allerdings nur vereinzelt. Dieser Weg von Hohnstein zur Brandaussicht ist nicht so bekannt, wie andere Wanderwege durch die Sächsische Schweiz.

Was ist es eigentlich, dass die Faszination des Wanderns ausmacht? Für mich beginnt diese beim frischen Duft, den ein Wald ausströmt. Gefolgt vom Knirschen des Waldweges unter meinen Füßen und Geräuschen der Waldgeschöpfe rings um mich herum. Wenn ich mich auf eine Wanderung begebe, werden mal wieder all meine Sinne aktiviert, die im Alltag oft zu kurz kommen.

Und dies auch wenn ich bei Wanderungen oft feststellen muss, dass ich leider doch nicht so fit bin, wie angenommen. Völlig außer Puste und pumpend wie ein kleiner Maikäfer, schleppe ich mich oft bis zur Spitze des Berges hinauf. Im Fall der Brandaussicht, war der Aufstieg glücklicherweise sehr sanft und nicht allzu schweißtreibend.

So kam es, dass ich nach 2,5 Stunden Wanderung glücklich und zufrieden auf dem Brand ankam. Dort hatten sich bereits die ersten Ausflüglerdie besten Plätze für ihren Mittagsimbiss reserviert. Von hier oben hatte ich einen wunderschönen Blick über das Polenztal und den Fluss, der sich sanft durch die Hügel und Wälder schlängelt.

Bei einer kleinen Pause genoss ich diesen tollen Panorama-Blick. Zurück nach Hohnstein ging es für mich über den stärker frequentieren Hauptwanderweg. Meine Wanderung in der Sächsischen Schweiz, war wunderschön. 11km sind für den Start ins Jahr eine perfekte Länge und auch die Aufstiege waren leicht zu meistern. Mein Fazit ist eindeutig: es wird in diesem Jahr nicht meine letzte Tour in der Sächsischen Schweiz sein.

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Karina Wendt

2 Kommentare

  1. Hallo Karina. Ich kann es absolut nachempfinden – wie lauschig es am frühen Morgen dort gewesen sein muss. Ich bin auch mittlerweile super gern und auch mehrmals im Jahr dort. Der Knaller ist die Teestube am Marktplatz in Hohnstein. Lg und weiterhin viel Spass beim Wandern dort!

    • ich kann nur sagen das die sächsische schweiz ein wunderschönes erholungsgebiet im sommer als auch im winter ist mit vielen möglichkeiten und der jugendherberge auf der burg kann ich nur empfehlen. ingrid

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