Nur nicht reinfallen: SUP-Yoga am Schladitzer See

Ausprobiert: Trendsport Stand Up Paddling

Im Sommer ist vor allem ein Element perfekt für sportliche Aktivitäten: Wasser! Ein Sprung ins kühle Nass sorgt für die ersehnte Abkühlung. Für alle von euch, die auch lieber aktiv sind, als sich nur in der Sonne zu aalen, habe ich den sportlichen Megatrend Stand Up Paddling (SUP) in der Region Leipzig ausprobiert – ganz klassisch und als Yoga-Variante…

Ab auf’s Brett: SUP am Stadthafen Leipzig

In Leipzig Kajak oder Kanu zu fahren, ist für die Einheimischen mittlerweile nichts Neues mehr. Aber wie wäre es denn einmal mit einer Runde Stand Up Paddling durch die Kanäle Leipzigs? Immer öfter teilen sich diese nämlich das Wasser mit den Ausflugsbooten und Kajak-Fahrern. Stand Up Paddling stammt ursprünglich aus Hawaii. Dabei steht ihr auf dem Board und bewegt euch mit Hilfe eures Paddels vorwärts. Während man auf Hawaii diese Trendsportart sogar in den Wellen des Pazifiks praktiziert, ist Stand Up Paddling in Leipzig eine eher entspannte Angelegenheit.

Stand Up Paddling am Stadthafen LeipzigFoto: Stadthafen Leipzig

Am Stadthafen könnt ihr euch selbst ein SUP-Board, das einem Surfbrett ähnelt, ausleihen und direkt los paddeln. Ich brauchte etwas Zeit bis ich ein Gefühl für die Stabilität und Balance auf dem Brett hatte. Als ich den Dreh dann raus hatte, klappte es richtig gut. Wer das Stand Up Paddling noch nicht probiert hat und sich unsicher ist, dem empfehle ich den SUP-Schnupperkurs am Stadthafen. Dort erlernt ihr die nötigen Techniken und könnt euch im Anschluss direkt selbst auf dem Elstermühlgraben ausprobieren.  

Wer bereits fortgeschrittener ist, wagt sich auf eine zweistündige geführte Tour mit einem Guide. Vom Stadthafen paddelt ihr entlang des Palmgartenwehrs bis zum Karl-Heine-Kanal, wo es am Stelzenhaus eine kleine Pause zur Erholung gibt, bevor es zurück zum Stadthafen geht. Insgesamt dauert die Tour um die zwei Stunden. Wer meint, Stand Up Paddling sehe gar nicht nach Workout aus, der täuscht sich. Denn der Sport hat es in sich: Die ganze Muskulatur wird beansprucht, besonders aber die Beine. Das Beste daran ist, dass sich die Anstrengung minimal anfühlt und ihr trotzdem etwas für eure Fitness getan habt. Für mich ganz klar: das ist ein Sport, den ich öfter zum Ausgleich machen könnte.

Der Hund auf dem Brett: Stand Up Paddling-Yoga

Ihr liebt Yoga und das Element Wasser? Dann ist die Kombination des Stand Up Paddlings mit Yoga perfekt für euch! An der Schladitzer Bucht beim Camp David Sport Resort habe ich diesen neuen Trend ausprobiert.

Los gehts zum Stand Up Paddling-Yoga auf dem Schladitzer SeeFoto: M. Decker

“Atmet tief in eure Mitte!”, höre ich die ruhige Stimme unserer Yogalehrerin Caro und konzentriere mich ganz auf meine Atmung. Kühles Wasser schwappt über das SUP-Bord, auf dem ich mitten auf dem Schladitzer See sitze. Nach wenigen Minuten gelingt es mir die Außenwelt auszublenden und mich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Das Element Wasser wirkt unglaublich beruhigend auf mich.

Stand Up Paddling-Yoga am Schladitzer SeeFoto: M. Decker

Langsam taste ich mich zusammen mit den anderen Teilnehmern der Gruppe an einzelne Yoga-Übungen heran: Kobra, Herabschauender Hund, Krieger. Ziel ist es, den Sonnengruß in einer Abfolge auf unserer schwimmenden Yoga-Matte zu schaffen. Eine wacklige Angelegenheit. Denn was so einfach aussieht, bedarf dann so einiges an Geduld und Gleichgewichtssinn. Das Schlimmste was mir passieren kann, ist ein Fall ins Wasser. Caro leitet uns alle mit viel Hingabe und Spaß durch die Übungen. Ihre entspannte Ausstrahlung und innere Ruhe überträgt sich auf uns – Hawaii-Feeling inklusive.

Jeder Muskel wird beansprucht beim Stand Up Paddling-YogaFoto: M. Decker

Denn da hat auch das SUP-Yoga ihren Ursprung. Kein Wunder, dass Hawaii die zweite Heimat für Caro ist – und sie uns nach der hawaiianische Yoga-Methode “YogAlign” unterrichtet. Während wir mutiger werden und den Sonnengruß – fast ohne nasse Zwischenfälle – absolvieren, gibt es zum Schluss noch eine richtige Herausforderung für uns: Der „Baum“ – die Königsdiziplin. Schon an Land ist es mitunter schwierig die Balance zu halten, aber auf dem Wasser? Aber auch das hält uns nicht davon ab, es wenigstens zu versuchen – auch mit dem Wissen ins Wasser zu fallen. Für einen kurzen Moment stehe ich sicher. Aber eins ist klar: ich muss mehr üben! 

Gleichgewicht halten: SUP-Yoga auf dem Schladitzer SeeFoto: M. Decker

Die entspannteste Übung der Stunde erwartet uns allerdings nach Sonnengruß und Baum. Savasana, also Tiefenentspannung auf dem Wasser! Ich könnte ewig auf dem Bord liegen, das ruhig auf dem Wasser vor sich hin schaukelt. Über mir blicke ich den blauen Himmel und ich fühle mich so entspannt wie nie. Ihr merkt schon: Für mich ist das SUP-Yoga die perfekte Kombination aus Workout und Entspannung für die Seele. In diesem Sinne, bleibt mir nur eins zu sagen: Namaste!

Namaste: Entspannung beim Stand Up Paddling-YogaFoto: M. Decker

Mandy Decker
Mandy Decker

Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für den Super Tipp zum Stand Up Paddling. Ich habe mir für nächsten Sommer ein Hotel mit Halbpension in Leipzig gebucht. Ich hoffe, das Wetter spielt dann auch mit. Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren.

  Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.