Dein Sommer in Sachsen: Stehende Welle surfen und SUPen im Leipziger Neuseenland

Wassersport im Leipziger Neuseenland

Wer denkt, dass er im Sommer Sachsen verlassen muss, um auf seine Wassersportkosten zu kommen, hat weit gefehlt. Das Leipziger Neuseenland hat mit zehn Seen so einiges für Wasserratten zu bieten. Für den Blog habe ich vier Angebote getestet, bei denen kein Sportlerherz trocken bleibt. Ich war für euch Wind- und auf der stehenden Welle surfen, SUPen und im Wasser-Fun-Park unterwegs.

Foto: Anna Kieselbach

Mein Name ist übrigens Madlen. Ich bin 31, komme ursprünglich aus dem schönen Vogtland und habe vor acht Jahren mein Herz an Leipzig verloren. Seit über zwei Jahren surfe ich mich durch die großen Gewässer unseres blauen Planeten und bin ansonsten im Freistaat ziemlich gern auf den anderen Brettern, die für mich die Welt bedeuten, unterwegs (Skateboard, SUP, Snowboard). Meine kleinen und großen Reiseabenteuer könnt ihr auf meinem Blog www.madlenboheme.com nachlesen.

Aber zurück zum Thema. Egal, welches Fitnesslevel ihr besitzt, ob ihr eher zu den kleinen oder großen Abenteurern gehört, es ist nie zu spät für eine neue Erfahrung. Erster Stopp meines „Leipzig am Meer“-Trips führte mich an den Schladitzer See, genauer gesagt zum Camp David Sport Resort by All-on-Sea, ca. 15 Kilometer außerhalb der Stadt. Stand Up Paddling stand auf dem Programm.

Foto: Anna Kieselbach

Stand Up Paddling

Stand Up Paddling oder kurz SUP ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Der Sport-Trend hat mittlerweile auf fast allen Binnengewässern und Flüssen Sachsens Anhänger gefunden, welche in ihrer Freizeit munter drauflos paddeln. Gründe dafür gibt es genug: Ihr müsst, um damit anzufangen, kein Profi-Sportler sein und benötigt wenig Equipment. Stattdessen bekommt ihr ein Ganzkörper-Workout und die perfekte Verbindung aus Wellenreiten und anderen Paddelsportarten. Für Neulinge empfehle ich einen Einsteigerkurs. Wenn ihr schon mehr Erfahrungen habt, unternehmt doch eine SUP-Tagestour durch die Leipziger Kanäle.

Foto: Anna Kieselbach

SUP im Überblick
Fitnesslevel: leicht
Kosten: ab 12€ pro Stunde für das Material (Board und Paddel)
Equipment: Badesachen, das Brett und ein Paddel (bei kälteren Temperaturen schützt euch ein Neoprenanzug vor Wind und Wasser, den ihr vor Ort leihen könnt)

Tipp: Am Markkleeberger See ist All-on-Sea ebenfalls mit einem Verleih/einer Schule ansässig und am Cospudener See sowie am Kulkwitzer See bringt euch Freizeitcampus aufs Board.

Foto: Anna Kieselbach

Wasser-Fun-Park – ein schwimmender Parcours

Mein persönliches Highlight, wenn es um ausgelassenen Spaß für die ganze Familie geht, war auf jeden Fall der Wasser-Fun-Park direkt an der Schladitzer Bucht. Eine schwimmende Insel für große und kleine Kinder. Auf dem Parcours gilt es einige Hindernisse zu bewältigen oder Mutproben zu bestehen. Ob der Sprung vom höchsten Punkt – aus 3,5 Meter Höhe – ins kühle Nass oder der Klettersteig, um die Rutsche zu erreichen: Ich habe lange nicht mehr so gelacht. Übrigens sind hier die Kinder die absoluten Gewinner, welche mutig auf dem Trampolin herumspringen können oder sich über, für uns Erwachsene fast unüberwindbare Strecken, leichtfüßig bewegen.

Foto: Anna Kieselbach

Tipp: Ihr könnt den Park auch für Geburtstage, Firmentage oder Projekttage buchen.

Wasser-Fun-Park Camp David Sport Resort by All-on-Sea
Fitnesslevel: leicht (aber aufgepasst: für Erwachsene deutlich anstrengender als für Kids)
Kosten: ab 10€ pro Stunde/Person
Equipment: Badesachen, Kinder erhalten zum Schutz eine Schwimmweste

Foto: Anna Kieselbach

Wellenreiten – Surfen auf der stehenden Welle

Surfen in Leipzig, ein Traum, den der Kanupark am Markkleeberger See nun bereits in der dritten Saison erfüllt. Umso glücklicher und aufgeregter war ich dieses doch spezielle Angebot zu testen. Eine stehende Welle wird künstlich erzeugt und kann sich zwischen 50 und 120 Zentimetern aufbauen. Unter Anleitung werdet ihr in alle wichtigen Schritte eingewiesen, damit dem Surfspaß und eurer Sicherheit nichts im Wege steht.

Foto: Anna Kieselbach

Zu Beginn steht ihr mit Hilfe einer Haltestange auf der Welle, um ein Gefühl für diese zu entwickeln. Danach wird ohne trainiert. Für alle Surfer und Surferinnen unter euch: hat am Anfang mit den Surfen im Meer erstmal nicht so viel gemein, macht trotzdem super viel Spaß und man kann langfristig Turns und Cutbacks für den nächsten Trip ans Meer üben (nicht, dass ich das beim ersten Mal hinbekommen hätte).

Foto: Anna Kieselbach

 

Tipp: Meiner Meinung nach ist für das Surfen eine gute Grundfitness erforderlich. Das gilt auch für den Spaß auf der stehenden Welle. Dieser Sport ist sehr fordernd und setzt voraus, dass ihr euch im Wasser wohlfühlt. Es ist wichtig, dass ihr kein Problem damit habt für wenige Sekunden unter Wasser zu sein, denn das passiert beim Herunterfallen vom Surfbrett einfach automatisch. Genau deswegen solltet ihr sicher schwimmen können.
Für die Profis unter euch besteht neben dem Anfängerkurs auch die Möglichkeit beim Profi-Surfen mitzumachen.

Kanupark Markkleeberg – Wellenreiten
Fitnesslevel: mittel
Kosten: Anfängerkurs à 2 Stunden für 44 € pro Person (inkl. Material: Neoprenanzug, Schuhe, Schwimmweste, Helm, Board)
Equipment: Badesachen

Foto: Madlén Bohéme

Windsurfen am Cossi

Zu guter Letzt dann noch Windsurfen: Als Jugendliche fand ich das immer einen „Alt-Herren-Sport“. Einen Wochenendkurs und Grundschein beim Surfcenter Leipzig am Cospudener See später, scheint es mir jedoch eine wunderbare Alternative zum „landlocked“- Gefühl (Surfer-Deutsch für „auf dem Land gefangen“) zu sein, für die Zeiten wenn ich nicht ans Meer kann. In zwei Tagen habe ich alle wichtigen theoretischen und praktischen Fähigkeiten gelernt und weiß jetzt auch den Unterschied zwischen „Luv“ und „Lee“. Man steht und fährt schneller mit dem Board auf dem See als ich zuvor dachte und durch die erfolgreiche Absolvierung des Grundscheins (in Form einer Theorie-und Praxisprüfung), darf ich jetzt weltweit surfen gehen und mir das dazugehörige Material leihen.

Foto: Madlén Bohéme

Surfcenter Leipzig am Cospudener See (Pier 1)
Fitnesslevel: leicht (gute Grundkondition erforderlich, Schwimmer)
Kosten: ab 12€ pro Stunde Materialverleih, Schnupperkurs: 50€, Wochenendkurs: 150€, Grundschein: 30€
Equipment: Badesachen, Surfbrett plus Segel, Neoprenanzug und Wasserschuhe empfehlenswert
Tipp: nach dem bzw. während des Wochenendkurs direkt den Grundschein mitmachen, dann sind alle Infos noch ganz frisch und du selbst noch motiviert

Allgemeine Infos zum Leipziger Neuseenland
Alle Seen verfügen über eine gute Infrastruktur (zum Teil kostenlose Parkmöglichkeiten wie am Parkplatz zum Nordstrand am Cospudener See), Verpflegungsmöglichkeiten und öffentliche Toiletten. Also: Der Sommer soll noch ein Weilchen dauern und auch im September könnt ihr den Großteil der Angebote bei den jeweils erforderlichen Wetterbedingungen nutzen. Und ansonsten: 2020 geht die Saison wieder im Mai los.
Also: shaka und hang loose.

Viel Spaß auf dem oder im Wasser.

Eure Madlén Bohéme

Foto: Anna Kieselbach

Wenn ihr noch mehr Wasseraction in Sachsen sucht, dann schaut in unsere Sommerserie „Dein Sommer in Sachsen„, in der wir euch alle Regionen vorstellen und euch tolle Tipps für eine aktive Zeit rund ums Wasser geben. 

Madlén Bohéme
Madlén Bohéme

Ein Kommentar

  1. Pingback: Dein Sommer in Sachsen: Wasserabenteuer garantiert – Frischluft. Der Aktiv-Blog.

  Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.